Gänserndorf

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Christoph Reiterer

Erster Stadtwein ist gekürt. Schlummernde Weinkultur wird wieder zum Leben erweckt. Bernhard Klotz aus Stillfried darf sich rühmen, den ersten Gänserndorfer Stadtwein gekeltert zu haben.

Verkosteten den Gänserich: Bürgermeister René Lobner und Stadtwein-Winzer Bernhard Klotz, flankiert von Stadtrat Manfred Trost, Vizebürgermeisterin Margot Linke sowie den Stadträten Christine Beck, Ulrike Cap, Johann Diem und Christian Worlicek. Für die Bewirtung sorgten die Kulturreferentinnen Maria Kohl und Veronika Samstag, von Lobner als die guten Seelen des Hauses bedankt.  |  NÖN

Eine illustre Runde scharte sich am vergangenen Donnerstagabend im Rathaus und hing an den Lippen von Bürgermeister René Lobner, als dieser verkündete, wer das Rennen um den ersten Gänserndorfer Stadtwein namens „Gänserich“ gemacht hat.

"Trinken gerne Wein und haben viele wunderbare Winzer"

„Wir trinken gerne Wein und haben viele wunderbare Winzer in der Region, also haben wir einen Radius um Gänserndorf gezogen und zehn Winzer zu einer Blindverkostung eingeladen“, erklärte der Stadtchef den Hintergrund der Idee. Alle seien begeistert gewesen. „Wir auch – bis zu dem Zeitpunkt, als es darum ging, wie wir so eine Verkostung überhaupt anstellen“, schmunzelte Lobner.

Doch der Bürgermeister wusste Abhilfe und kontaktierte seinen „alten Freund“ Martin Minkowitsch. Der Winzer aus Mannersdorf führte profund durch die Blindverkostung, zu der die eingeladenen Weinbauern mit drei Bouteillen ihrer DAC-Weine anrückten.

Das Design der Gänserich-Flasche stammt von Rathaus-Mitarbeiter Robert Hofmeister. Doch was wäre die schönsten Etikette, ohne einen edlen Tropfen dahinter? Es sei ein enges Rennen gewesen, so Lobner, das schließlich Jungwinzer Bernhard Klotz aus Stillfried für sich entschied. Der 29-Jährige ist somit der Vater des ersten Gänserndorfer Stadtweins, der künftig auch bei Veranstaltungen wie der Sommerszene und in der Gastronomie erhältlich sein und als Gastgeschenk dienen soll.

„Es war ein spannendes Jahr und eine gesunde Ernte“, schilderte der Winzer, dessen Betrieb nur 500 Meter von der slowakischen Grenze entfernt liegt.

„Landesausstellung ‘21 gehört ins Marchfeld“

Ein Thema war an diesem Abend – im Beisein von Kleinregionsobmann Rudolf Makoschitz, Geschäftsführer Johannes Nefischer und Engelhartstettens Vizebürgermeisterin Cornelia Blümel – natürlich auch die Bewerbung zur Landesausstellung 2021.

Die Weinstadt Retz ist mit ihrer grenzüberschreitenden Bewerbung mit Znojmo wohl der schärfste Rivale des Marchfelds. „Es wird ein enges Match bis zum Schluss“, glaubt Lobner und betont: „Wir sind eine Region, die aufblüht. Entwicklungspolitisch gehört die Landesausstellung ins Marchfeld. Das würde uns richtig nach vorne hauen.“