Gänserndorf

Erstellt am 05. August 2016, 05:00

von Thomas Schindler

Galgenfrist für Hallenbad. Das schwer defizitäre Gänserndorfer Bad hätte mit 1. Februar 2017 geschlossen werden sollen. Dieser Termin wurde jetzt auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.

 |  NOEN

An die 450.000 Euro macht das Gänserndorfer Hallen- und Freibad jedes Jahr Verlust.

Noch dazu ist die Anlage völlig veraltet und sanierungsbedürftig. Geplant ist deshalb ein Neubau, ein sogenanntes Regionsbad, an dem sich alle 23 Marchfeld-Gemeinden finanziell beteiligen. Dazu sollen noch Förderungen vom Land und eventuell auch vom Bund kommen. Derzeit wird von einer Consulting-Firma ein entsprechendes Vorprojekt erarbeitet. Im Dezember soll dann der Gemeinderat über den Neubau abstimmen – die NÖN berichtete.

"Termin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben"

Die VP-Bürgermeisterpartei plante daraufhin, das derzeitige Bad mit 1. Februar 2017 für immer zu schließen, was wiederum die SPÖ auf den Plan rief. SP-Parteichef und Stadtrat Christian Worlicek erinnert sich: „In Gesprächen mit der ÖVP haben wir uns darauf verständigt, dass dieser Termin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.“ Die angedachte Schließung des Hallenbades mit 1. Februar sei somit vorläufig vom Tisch und man könne sich voll auf die Neubau-Option konzentrieren.

Worlicek: „Eine Arbeitsgruppe wird nun alle offenen Fragen klären und die für eine Entscheidung notwendigen Details ausarbeiten.“ Welche Fragen sind das genau? Es geht natürlich um den Standort des Regionsbades, die Dimensionierung, Wirtschaftlichkeit und Ausstattung der Anlage, die langfristigen Betriebskosten, das Investitionsvolumen sowie die Finanzierung und Förderungen.

„Wer die Kosten für diese bereits dritte Bad-Studie übernimmt, steht noch nicht fest“, so Worlicek abschließend.