Gänserndorf

Erstellt am 08. August 2016, 15:26

von Nina Wieneritsch

Jö schau! „Szene“ voll intim. Sommerszene | Das Unwetter konnte ihm nichts anhaben: Schneider sorgte in Schmied-Villa für Wohnzimmer-Flair.

Auf dem Sommerszene-Areal herrschte aufgrund eines Unwetters quasi Land unter, im Inneren der Schmied-Villa, wohin man die Veranstaltung dann kurzfristig verlegt hatte, ging es aber keineswegs trockener zu. „Ich schwitze am Arsch und dort schwitze ich eigentlich nie“, brachte es Gitarrist, Sänger und zweifacher Amadeus-Award-Gewinner Norbert Schneider am Freitag ohne Umschweife auf den Punkt.

Mit einem Querschnitt durch seine Alben und seiner Band im Gepäck spielte er im Rahmen der Gänserndorfer Sommerszene auf und alles hätte so schön sein können, wäre da nicht die leidige Sache mit dem Wetter.

Besucher waren trotzdem gekommen, um den ursprünglich aus Prottes stammenden Musiker live zu erleben. Und so entschloss sich das Team vom veranstaltenden Verein „Kultur in Gänserndorf“ rund um Obmann Wolfgang Lehner spontan dazu, den Auftritt in den Festsaal zu verlegen.

Während der erste Act des Abends, die funkige „SuburbCrew“, noch das Freigelände bespielt hatte, standen Schneider, Keyboarder Andreas Sobczyk, Bassist Gregor Kutschera, Schlagzeuger Philip Pflamitzer und Gitarrist Hannes Kasehs dann auf jener Bühne, auf der Schneider schon mit acht Jahren aufgetreten war – mit der Violine beim Musikschulkonzert, wie er dem Publikum erzählte.

Auch Georg Danzer wurde Tribut gezollt

Nun, eine Geige hatten die fünf Musiker nicht dabei, dafür aber noch ein besonderes Schmankerl: Georg Danzers „Jö schau“, das sich auf Schneiders neuem Album „Neuaufnahme“ (erhältlich ab Oktober) findet und vom Publikum textsicher mitgesungen wurde. (Randnotiz: Danzer wäre heuer 70 Jahre alt geworden.)

Der Höhepunkt des Konzerts war schließlich erreicht, als der Vollblutmusiker sein finales Gitarren-Solo auf dem Bühnen-Boden liegend spielte. Das Publikum tobte, der Hauptsponsor des Abends, die Raiffeisen-Regionalbank Gänserndorf, war zufrieden und Schneider hatte sein anfängliches Versprechen, „um sein Leben zu spielen“, bravourös eingelöst.