Gänserndorf

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Christoph Reiterer

NEOS-Leiter: „Wir sind mehr als zwei“. Stiglbrunner will die pinke Bewegung in Gänserndorf nicht totgesagt wissen.

Will den pinken Anstrich in der Region modern machen:ThomasStiglbrunner.  |  privat

Weil er bei den Grünen mehr Möglichkeiten habe als mit einer „Zwei-Mann-Partei“, kehrte Helmut Stachowetz-Axmann (30) den NEOS den Rücken (die NÖN berichtete). Das wiederum wollte NEOS-Regionalleiter Thomas Stiglbrunner nicht unkommentiert stehen lassen.

"Sind als junge Partei im Aufbau"

„Wir sind mehr als zwei im Team – vier bis fünf, die regelmäßig zusammenkommen“, betont der ursprünglich aus Krems stammende Stiglbrunner, der bis 2015 mehr als drei Jahre lang an einer Moskauer Universität tätig war, ehe es ihn nach Gänserndorf zog. Stachowetz-Axmann habe sich nach der Gemeinderatswahl „nicht mehr sonderlich eingebracht“, aber es sei natürlich sein gutes Recht, sich bei den Grünen nun besser aufgehoben zu fühlen.

„Wir sind als junge Partei im Aufbau begriffen und offen für neue Mitglieder“, sagt der 33-Jährige und hofft, dass der „pinke Anstrich“ bald auch im Weinviertel zu sehen sein wird. „Wir werden nicht aufhören, daran zu arbeiten.“ Er sei selbst ganz neu in diesem Business und möchte in das politische Geschäft hineinwachsen.

"Politische Mitbewerber nicht immer nur anpatzen"

Initiativen in Hinblick auf die nächsten Landtagswahlen habe man bei den NEOS bereits im Köcher. Die Frühförderung im Kindergarten und wirtschaftliche Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen seien besondere Anliegen.

Für VP-Bürgermeister René Lobner hat der Gänserndorfer Lob parat. „Er zeigt viel Elan. Es ist mir auch ein Anliegen, politische Mitbewerber nicht immer nur anzupatzen.“ Neue Mitglieder müssten auch nicht uneingeschränkt alle Positionen der NEOS teilen. „Es wäre auch möglich, sich zum Beispiel nur im Bildungsbereich zu engagieren.“ Besonders schwer seien übrigens weibliche Mitglieder zu finden.

An Gänserndorf schätzt Stiglbrunner die Natur, die Nähe zu Wien und die Fahrradfreundlichkeit, wobei es bei der Beschilderung der Radwege noch einiges an Verbesserungspotenzial gäbe.