Gänserndorf

Erstellt am 29. Juni 2016, 04:00

von Thomas Schindler

Neubau Hallenbad: Nun wird’s ernst. Gemeinderat will Firma beauftragen, die alle Details für einen Neubau des Gänserndorfer Bades ausarbeitet. Im Dezember könnte Entscheidung über Errichtung fallen.

Der zuständige SP-Stadtrat Christian Worlicek: „Diesmal wird es auch eine betriebswirtschaftliche Betrachtung geben.“  |  2016-06-29 04:00:00

Einen interessanten Tagesordnungspunkt gibt es bei der dieswöchigen Gemeinderatssitzung: Bezüglich des in die Jahre gekommenen und schwer defizitären Hallenbades soll ein sogenanntes Vorprojekt für einen Neubau beschlossen werden. Der für öffentliche Einrichtungen zuständige SP-Stadtrat Christian Worlicek wird einen entsprechenden Antrag einbringen.

Worlicek erklärt gegenüber der NÖN: „Hierbei handelt es sich jetzt nicht um die vierte Studie, sondern um ein konkretes Vorprojekt mit allen Daten und Fakten.“ So soll eine externe Firma beauftragt werden, ein Konzept zu erstellen, das so gut wie keine Fragen mehr offenlässt. Worlicek: „Bisher gab es ja nur grobe Einschätzungen.“

Externe Firma wird jetzt alles erheben

Konkret bedeutet dies: Die Firma wird alle möglichen Standorte prüfen, auch den jetzigen. Weiters wird erhoben, welche Ausbaustufe realistisch wäre (Hallenbad mit oder ohne Freibad bzw. Saunalandschaft).

Dann wird auch berechnet, wie viel die Errichtungskosten sowie die späteren laufenden Kosten betragen und ob sich die Stadt ein neues Bad überhaupt leisten kann. Worlicek: „In vier bis fünf Monaten wäre dieses Vorprojekt fertig und wir könnten in der Budgetsitzung im Dezember entscheiden, ob wir nächstes Jahr zu bauen beginnen oder nicht.“

Das neue Bad würde auf jeden Fall einige Millionen Euro verschlingen. Dem gegenüber steht aber ein derzeitiges jährliches Defizit in der Höhe von etwa 450.000 Euro beim jetzigen Gänserndorfer Bad.

Übrigens: Die Errichtungskosten müsste nicht die Stadt alleine tragen. Wie berichtet, haben sich alle Marchfelder Gemeinden bereit erklärt, sich zu beteiligen. Dazu käme noch eine finanzielle Förderung des Landes NÖ, die der einstige VP-Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka der Stadt zugesichert hatte.