Gänserndorf

Erstellt am 18. August 2016, 02:50

von Thomas Schindler

Paukenschlag: Redeverbot über Regionsbad. Das aus Politikern und Beamten bestehende Projektteam für die Planung eines neuen Gänserndorfer Hallenbades hat nun eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet.

VP-Bürgermeister René Lobner und sein Team werden sich zum möglichen Bau eines Regionsbades, an dem sich alle 23 Marchfelder Gemeinden beteiligen, bis auf Weiteres nicht mehr öffentlich äußern.  |  NOEN, Schindler

Dem Projektteam gehören von politischer Seite aus neben VP-Bürgermeister René Lobner auch Vertreter anderer Gemeinderatsfraktionen an, wie Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke, SP-Stadtrat Christian Worlicek und FPÖ-Stadtrat Rainer Elendner. Konkret heißt es in einem an die Öffentlichkeit gerichteten Schreiben, dass alle Mitglieder des Projektteams eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet haben, „um eine möglichst sachliche, auf Fakten basierende Entscheidungsgrundlage für die Errichtung eines Regionsbades zu ermöglichen“.

Der Grund für den selbst auferlegten Maulkorberlass wird ebenfalls angeführt: „Da es immer wieder zu Gerüchten, Falschmeldungen, Fehlinterpretationen und nicht sachdienlichen medialen Berichten im Zusammenhang mit der Zukunft des Bades gekommen ist.“ Jetzt sollen bis zum Projektende keine Informationen an die Öffentlichkeit getragen werden, um ein umsetzbares und finanzierbares Konzept in erforderlicher Ruhe entwickeln zu können.

Ziel sei es, in den kommenden Monaten die möglichen Standorte zu evaluieren und schlussendlich zu einer Standortentscheidung zu gelangen. Weiters soll die Dimensionierung, Wirtschaftlichkeit und Ausstattung eines Regionsbades erarbeitet werden. Betriebskosten, Investitionsvolumen, Finanzierung und Förderungen müssen ebenfalls ausgelotet werden, heißt es in dem Schreiben.

Sobald die Ergebnisse feststehen, werde das Projekt transparent und öffentlich vorgestellt: „Allfällige zwischenzeitliche Meldungen zum Projekt entstammen nicht von Mitgliedern des Projektteams, sind dem Gesamtprojekt nicht dienlich und als Gerücht zu qualifizieren.“ Das bestehende Bad soll auf jeden Fall bis Ende Jänner 2017 in Betrieb bleiben, eventuell auch noch länger ...