Erstellt am 19. Februar 2016, 05:04

von Markus Glück

Gänserndorf sorgt für Frischluft. An sieben Tagen des Jahres 2015 wurde Grenzwert in der Bezirkshauptstadt überschritten. Beim Kampf gegen Luftverschmutzung setzt man auf E-Autos und Förderungen.

Der Autoverkehr trägt maßgeblichen Anteil an den Feinstaubwerten.  |  NOEN, Shutterstock/Winds (Symbol)

Das warme Wetter in den Wintermonaten des Jahres 2015 brachte nicht nur in der Bezirkshauptstadt, sondern auch niederösterreichweit eine niedrigere Feinstaub-Belastung mit sich. Durch die milden Temperaturen waren daher vor allem die Emissionen aus dem Hausbrand niedrig.

In der Stadt Gänserndorf, wo sich die Luftgütemessstelle am Baumschulweg befindet, wurden im vergangenen Jahr an sieben Tagen Überschreitungen des Feinstaubwertes gemessen. Im Jahr 2014 meldete die Messstelle ebenso nur sieben Alarme, 2013 waren es noch 13.

"Mit verschiedenen Maßnahmen gegen Feinstaub"

Die positive Entwicklung ist für Elisabeth Scheicher von der Abteilung für Umwelttechnik der NÖ Landesregierung auch auf verschiedene Maßnahmen zurückzuführen, die im Zuge des NÖ Feinstaubpakets 2006 umgesetzt wurden. „Es gibt gegen Feinstaub aber nicht die eine Maßnahme, vielmehr muss an vielen Schräubchen an vielen Orten gedreht werden“, erklärt Scheicher. Die sinnvollsten Wege, Feinstaub zu reduzieren, sind etwa eine thermische Sanierung oder das Kehren der Straßen in den Wintermonaten, aber auch die Förderung der Elektromobilität und des öffentlichen Verkehrs.

VP-Umweltstadtrat Johann Diem betont gegenüber der NÖN, dass die Gemeinde mit mehreren Maßnahmen versucht, eine weitere Reduktion zu erreichen. So setze man am Bauhof auf E-Autos und fördere Elektrofahrzeuge und Photovoltaikanlagen für Privatpersonen. „Für die Stadt ist es schwierig, Großartiges zu tun. Wir versuchen, in kleinen Schritten unseren Beitrag zu leisten“, erklärt Diem. „Wir sind aber in einer Vorreiterrolle.“