Gänserndorf

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:00

von Markus Glück

Stadt kämpft gegen Müll auf Spielplätzen. Sicherheitsdienst und Streetworker sollen Jugendlichen ins Gewissen reden, um Problematik zu lösen.

Grünen-Vize Margot Linke  |  NÖN

Zum Start der Ferien klagt die Stadtgemeinde über Müllprobleme bei zahlreichen Kinderspielplätzen und Freizeiteinrichtungen in der Stadt.

"Zu wenig Verantwortungsgefühl bei manchen Jugendlichen"

Egal ob es der Spielplatz in Gänserndorf Süd, der Bereich bei der alten Presse in der Kellergasse oder der neue Funcourt ist; An allen Ecken ist die Stadt derzeit mit achtlos weggeworfenen Müll konfrontiert. „Es gibt bei einigen wenigen Jugendlichen zu wenig Verantwortungsgefühl. Wir nehmen derzeit mehr Geld denn je in die Hand und stellen beinahe wöchentlich neue Mistkübel auf“, ärgert sich VP-Bürgermeister René Lobner.

Vergangenen Mittwoch schaute der Stadtchef selbst am Funcourt vorbei. „Mindestens 20 Pet-Flaschen lagen verstreut über den Platz. Dafür fehlt mir das Verständnis“, so Lobner. Künftig sollen Streetworker in der Stadt vermehrt die kritischen Plätze ansteuern und den Jugendlichen ins Gewissen reden. Auch der Sicherheitsdienst verstärkt seine Streifen.

Droht beim Funcourt ein Zutrittssystem?

Lobner: „Wir versuchen, den konsensualen Weg zu gehen. Klappt das nicht, müssen wir in Richtung Bestrafung und Videoüberwachung überlegen. Beim Funcourt könnte auch ein Zutrittssystem kommen.“

Kein Verständnis für die Achtlosigkeit der Jugend hat auch Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke: „Es tut mir leid, wenn wir das Stadt-Personal unnötig einsetzen müssen. Wir versuchen, Raum für die Jugend zu schaffen, welche diesen nicht schätzt. Der öffentliche Raum muss aber auch geschützt werden.“ Sie möchte nun ein Programm entwickeln, welches bereits im Kindergarten und der Volksschule beginnt und den Kindern die Problematik vor Augen führt. „Wir werden schauen, wie andere Städte mit dem Problem umgehen“, so Linke.

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