Erstellt am 07. Oktober 2015, 12:54

von Nina Wieneritsch

Kein Wasser im Schlauch. Weil es in ihrem Haus stark nach verbranntem Plastik roch, alarmierte Familie die Feuerwehr. Diese hatte zum Glück selbst genügend Wasser mit, denn der Hydrant klemmte.

Die Florianis konnten das Haus nur mit Atemschutz betreten.  |  NOEN, Irlvek

Einsatz im südlichen Stadtteil der Bezirkshauptstadt: Polizei, Rettung, die Gänserndorfer und die Strasshofer Wehr rückten vergangene Woche Dienstag mit insgesamt fünf Fahrzeugen an, weil eine Familie Alarm geschlagen hatte – nur der Hydrant spielte nicht mit. Er klemmte und konnte auch mit vereinten Kräften nicht geöffnet werden.

„Familie hatte Glück, dass sie sich gerade nicht im Haus befand“

Glück im Unglück: „Wir haben ausreichend Wasser mitgehabt“, so Gänserndorfs FF-Kommandant Robert Fischer. „Außerdem gab es keine Flammen.“ Was war passiert? Die Familie war gerade nach Hause gekommen und hatte ihr Haus noch nicht einmal betreten, als sie einen strengen Geruch nach verbranntem Plastik wahrnahm.

„Ich bin mit meinem Feuerlöscher zu den Nachbarn gegangen. Nachdem ich bemerkt hatte, dass es nicht brannte, sondern nur alles verraucht war, bin ich nicht hineingegangen, weil zu diesem Zeitpunkt kein Menschenleben in Gefahr war. Ich hatte auch keinen Atemschutz und deswegen wollte ich mich auch nicht in Gefahr bringen“, schildert SP-Gemeinderat Franz Irlvek, Nachbar der betroffenen Familie, der das Geschehen fotografisch festhielt. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass ein Kühlschrank geglost hatte.

„Die Familie hatte Glück, dass sie sich gerade nicht im Haus befand“, so Irlvek, der den Defekt auch umgehend der Gemeinde gemeldet habe. „Die Hydranten werden einmal im Jahr überprüft, aber Fakt ist, dass zu diesem Zeitpunkt kein Wasser rausgekommen ist.“

FF-Kommandant Fischer: „Normalerweise kommt es nicht vor, dass die Hydranten klemmen.“ Genügend Wasser habe man aber ohnehin immer mit. Der defekte Hydrant wurde übrigens noch vergangene Woche ausgetauscht.