Gänserndorf

Erstellt am 24. August 2016, 10:17

von Stefan Havranek

Übergangen: Wirt wütend. Bürgermeister-Empfang: Gänserndorfer Gastronom beschwert sich, weil „Auswärtiger“ Catering übernahm. VP-Stadtchef will beruhigen.

VP-Bürgermeister René Lobner will die örtlichen Gastronomen nicht benachteiligen.  |  Archiv

Warum wurde die Bewirtung beim Bürgermeister-Empfang in der Schmied-Villa von keinem Gänserndorfer Betrieb übernommen? Diese Frage stellt sich einer der örtlichen Gastronomen, der anonym bleiben will: Er findet es schade, dass anstatt der „Einheimischen“ nun mit Andreas Sinnhuber ein „Auswärtiger“ zum Zug kam.

Die einheimische Gastronomie müsse sowieso ums Überleben kämpfen und leiste auch Abgaben an die Stadt, deshalb „sollte man, wenn möglich, die Kirche im Dorf lassen“, fordert der Unternehmer.

Gänserndorfs VP-Bürgermeister René Lobner versteht die Aufregung nicht: „Es ging hier um eine Grillerei. Das kann nun einmal nicht jeder in dieser Qualität und wir haben mit Sinnhuber schon gute Erfahrungen gemacht. Außerdem haben wir nun einmal diese Entscheidung getroffen.“

Lobner will nichts von einer Benachteiligung der Gänserndorfer Gastronomen wissen: „Wir bedienen die örtlichen Gewerbetreibenden ja auch oft. Nach Gemeinderatssitzungen, Bauverhandlungen oder diversen Ausrückungen kehren wir immer bei Stadt-Gastronomen ein und auch bei unseren Veranstaltungen kommen fast immer örtliche Wirte zum Zug.“

Und Lobner weiter: „Bei manchen Gelegenheiten – das war auch der Fall, als wir beim ,Fest für Süd’ einmal Spanferkel angeboten haben – haben die örtlichen Wirte aber oft gar nicht die Kapazitäten oder Möglichkeiten, das zu liefern, was notwendig ist.“

Die Zusammenarbeit mit Sinnhuber sei gut gewesen und habe sich bewährt und Lobner will damit keinesfalls die örtlichen Gastronomen vor den Kopf stoßen, aber „diesmal ist halt einmal ein Auswärtiger zum Zug gekommen“.