Gänserndorf

Erstellt am 20. Dezember 2017, 05:09

von Thomas Schindler

Wirbel wegen Schulbus: Info nicht weitergegeben?. Kinder sollen am neuen Bus-Bahnhof gestrandet sein. Eltern geben dem Bürgermeister dafür die Schuld. Der gibt den Ball weiter an den Volksschuldirektor.

Der neue Bus-Bahnhof zwischen Hauptstraße und Kudlich-Gasse: Hier standen in der Vorwoche einige Volksschulkinder und wussten nicht mehr, wie sie nach Hause kommen.  |  NOEN, Mattes

Mit schweren Vorwürfen sah sich jüngst VP-Bürgermeister René Lobner konfrontiert. Auf seiner Facebook-Seite hagelte es massive Kritik von aufgebrachten Eltern wegen des geänderten Bus-Fahrplanes: Volksschulkinder sollen am neuen Bus-Bahnhof gestrandet sein. Lobner weist jede Schuld von sich und sieht das Problem beim Schuldirektor, der den aktuellen Fahrplan nicht an die Schüler weitergegeben haben soll.

Wie berichtet, trat am 10. Dezember die jährliche Fahrplan-Umstellung in Kraft. Gleichzeitig ging auch der neue Bus-Bahnhof zwischen Hauptstraße und Kudlich-Gasse in Betrieb – mit der Folge, dass die Sprösslinge nicht mehr an der ihnen bekannten Haltestelle auf der Bahnstraße aussteigen konnten und deshalb von ihren Eltern am neuen Bus-Bahnhof „eingesammelt“ werden mussten.

Kritisiert wird in diesem Zusammenhang auch der Umstand, dass Musikschüler nicht mehr vor der Musikschule ein- bzw. aussteigen können und mit ihren zum Teil schweren Instrumenten bis zum neuen Bus-Bahnhof marschieren müssen. Dazu Lobner: „Erstens ist nicht jedes Kind mit einer Tuba unterwegs und zweitens geht man nur sieben Minuten vom Bus-Bahnhof zur Musikschule – mit dem Roller sind es sogar lediglich drei Minuten.“ Der Stadtchef meint aber, dass man den Fahrplan jederzeit nachbessern könnte: „So, dass der Bus auch vor der Musikschule hält.“

"Information nicht weitergegeben"

Dass manche Volksschüler am Bus-Bahnhof strandeten, kann Lobner überhaupt nicht nachvollziehen: „Am 30. November bekamen alle Schulen den neuen Fahrplan. Nur der Volksschuldirektor schaffte es leider nicht, die Informationen an die Kinder und deren Eltern weiterzugeben. Wir als Gemeinde können uns hier nichts vorwerfen.“ Der Bürgermeister steht auch weiterhin voll und ganz hinter dem neuen Bus-Bahnhof: „Der ist per se super. Mit ihm wurde das Ziel erreicht, dass die Busse nicht ständig auf der Bahnstraße halten und den fließenden Verkehr dort massiv beeinträchtigen.“

Was sagt eigentlich Volksschuldirektor Gerhard Gangl zur Anschuldigung, dass er versagt habe? Gangl weist die Vorwürfe entschieden zurück. Er schrieb einen Brief an die Eltern seiner Schüler, in dem er Folgendes festhielt: „Die Schule erhielt am 30. November die neuen Fahrpläne, das waren 20 Seiten mit allen Linien, aber keinen Hinweis, dass die Haltestelle auf der Bahnstraße auf Wunsch der Gemeinde gestrichen wurde.“

Erst nach seiner Intervention, so Gangl weiter, habe die Schule am 11. Dezember einen speziellen auf die Volksschulkinder zugeschnittenen Fahrplan bekommen.