Erstellt am 20. November 2015, 04:03

von Edith Mauritsch

Garten Eden für Vögel. Seltene Obstbäume und eine Naturblumenwiese sollen dem bunten Bienenfresser einen idealen Lebensraum bieten.

Die Mitarbeiter der Gemeinde - hier mit VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl und Vizebürgermeister Karl Pfalz (2.v.l.) - pflanzten Bäume und Sträucher oberhalb des Hohlweges. Elisabeth Wrbka (4.v.r.) vom AVL begleitet das Projekt in der praktischen Ausführung.  |  NOEN, Mauritsch

Der Hohlweg zum Hochbehälter ist ein Makrokosmos für sich. Einem der Bewohner, dem Bienenfresser, widmet sich ein Projekt, das die Gemeinde gemeinsam mit der Förderstelle des Niederösterreichischen Landschaftsfonds, der Kleinregion Südliches Weinviertel sowie der AVL (Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung) umsetzt.

Bienenfresser wird eine Vogelart genannt, die speziell in den weichen Erdschichten der Hohlwege bis zu einen Meter lange Brutröhren baut, und zwar jedes Jahr eine neue. Der gefiederte Sommergast ernährt sich vorwiegend von Großinsekten. Um ebendiese anzulocken, wurden nun im Zuge des Projektes Obstbäume mit unterschiedlichen Reifezeiten gesetzt, ebenso wie verschiedene Varianten von Dornensträuchern, die gleichzeitig zur Hangsicherung dienen. Bei der Pflanzenauswahl bevorzugte man ursprüngliche Sorten, die nur noch selten zu sehen sind.

Kombiniert mit einer Naturblumenwiese, die nur zweimal im Jahr gemäht wird, findet einer der buntesten Vögel Europas ideale Lebensbedingungen vor. Geplant ist zudem, das Areal mit Infotafeln und Rastplätzen zu versehen, der Bereich ist öffentlich zugänglich und liegt an einer der Nordic-Walking-Strecken der Region. Bildungseinrichtungen zeigen sich schon jetzt sehr interessiert an Ausflügen mit den Kindern zur Naturbeobachtung.