Erstellt am 21. Februar 2016, 05:04

von Jutta Hahslinger

Gefängnisstrafen für Wirtshaus-Einbrecher. Ihre Drogensucht finanzierten zwei Tschechen mit Einbrüchen. Im Weinviertel drangen sie bevorzugt in Gasthäuser ein.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Mit über zehn einschlägigen Vorstrafen wurde zwei Tschechen ihr heimisches Pflaster zu heiß und sie verlegten ihr kriminelles Betätigungsfeld deshalb ins Wein- und Waldviertel.

Im Bezirk Gänserndorf schlugen Libor T. (38) und der 35-jährige Zdenek S. beim Kirchenwirt in Niederabsdorf und in einem Gasthaus in Zistersdorf zu: Beute waren bei diesen Coups jeweils Bargeld aus Kassen oder Kellnerbrieftaschen und Zigaretten.

Duo war nicht nur im Bezirk unterwegs

Nach diesen erfolgreichen Einbruchsdiebstählen wechselte das Duo in den Bezirk Hollabrunn. Dort drang es in der Bezirkshauptstadt in ein Kaffeehaus und ein Wirtshaus ein.

Mit erbeutetem Bargeld und Zigaretten ging es weiter in den Bezirk Horn. In Messern ließ das Duo quasi im Vorbeifahren ein teures Fahrrad mitgehen, bevor es in St. Bernhard eine Gartenhütte und ein Gerätehaus plünderte. Beute waren dabei Werkzeug und eine Kamera samt Speicherkarten. Dem nicht genug: Das Duo brach schließlich noch in einen Rädershop in Horn und in ein Blumengeschäft in Eggenburg ein.

Einer der Täter ging allein auf Diebstour

Als Solist schlug Libor T. noch zweimal in Hollabrunn zu: Er brach in ein Wirtshaus ein (dabei erbeutete er Bargeld und Zigaretten) und stahl aus einem aufgebrochenen Fahrzeug ein Navigationsgerät, Werkzeug, Motorradbekleidung sowie einen Sturzhelm.

„Wir brauchten Geld für die Drogen“, gestand das kriminelle Duo schließlich vor Gericht. Für die mehrfach vorbestraften Tschechen setzte es Gefängnisstrafen: Richter Manfred Hohenecker verurteile Libor T. zu zwei Jahren und Zdenek S. zu 18 Monaten. Die Urteile sind rechtskräftig.