Erstellt am 26. Dezember 2015, 04:48

von Edith Mauritsch

Geld, Gedenken und Kritik. Budgetfragen, eine Trauerminute sowie Diskussionen um den Nutzen der Mitgliedschaft im Regionalentwicklungsverein prägten die letzte Gemeinderatssitzung 2015.

Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres war - wie auch die anderen davor - geprägt von äußerst konstruktiver Arbeit.  |  NOEN, Mauritsch

Flott und mit wohl vorbereiteten Gemeinderäten ging die letzte Sitzung des Jahres vonstatten – und das trotz ellenlanger Agenda voll mit Grundverkehrsanträgen. Begonnen wurde jedoch mit einer Gedenkminute an den verstorbenen ehemaligen geschäftsführenden Gemeinderat Hermann Setik, der in seiner aktiven Zeit maßgeblich am Kanalbau mitgewirkt und engagiert beim SC Matzen mitgearbeitet hatte.

Der Fokus lag am Budget. Der Voranschlag 2016 weist im ordentlichen Haushalt 6.079.100 Euro sowie im außerordentlichen Haushalt von 825.000 Euro aus. Matzen ist zwar nach wie vor Konsolidierungsgemeinde, jedoch konnte der Abgang auf 56.000 Euro verringert werden, welcher durch ein Ansuchen aus Mittel der Bedarfszuweisungen des Landes Niederösterreich ausgeglichen werden soll.

Erfreulicherweise reduzierte sich der Schuldenstand um den erklecklichen Betrag von 305.500 Euro. Das Budget fand ebenso wie der mittelfristige Finanzplan die einheitliche Zustimmung des Gemeinderates.

„Südliches Weinviertel“ war nicht unumstritten

Für Wirbel in Raggendorf sorgte das Ansinnen des Kellerbergvereins, die Kellergasse als „Grünland-Kellergasse“ zu widmen. Dem Antrag wurde einstimmig nicht entsprochen, da eine erhebliche Einschränkung bei der zukünftigen Bebauung von Privaten oder Gemeinde oder auch Entschädigungszahlungen für Wertminderungen durch die Gemeinde die Folge wären.

Spannend gestaltete sich die Diskussion über den weiteren Verbleib im Regionalentwicklungsverein „Südliches Weinviertel“. Kritische Stimmen über den Nutzen der Mitgliedschaft für die Gemeinde wurden laut. Schlussendlich stimmte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme dafür – wobei der Wiedereintritt von Zistersdorf eines der ausschlaggebenden Argumente schien. Ebenso beschlossen wurde der Abschluss eines Werkvertrages mit dem neuen Gemeindearzt von Bad Pirawarth, Ahmad Nischaburi, für die Katastralgemeinde Klein- Harras mit Wirkung vom 1. Jänner 2016.