Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Markus Glück

Gemeinsam zu einem neuen Stadtkern. Workshop mit Bürgern, Politik und Architekten zeigt Ideen und Wünsche für Neugestaltung des Stadtbildes auf.

Der Gänserndorfer Marktplatz soll im Zuge eines Bürgerbeteiligungsprozesses neu gestaltet werden.  |  NOEN, Manuel Mattes

Das Zentrum der Stadt beleben und es attraktiver gestalten: Das ist das Ziel des vor einiger Zeit gestarteten Bürgerbeteiligungsprozesses. Die Bezirkshauptstadt ist dabei Teil eines landesweiten Projektes, bei dem der Stadtkern eine Aufwertung erfahren soll. Konkret geht es dabei um die Haupt-, Bahn- sowie Wiener-Straße als auch um die Hans-Kudlich-Gasse.

Bereits Ende April wurde eine Erhebung des Leerflächenbestandes gestartet. „Ist erst alles erhoben und katalogisiert, wissen wir über alles Bescheid“, so VP-Bürgermeister René Lobner.

Bei einem gemeinsamen Workshop vergangenen Montag wurden zuletzt Ideen und Wünsche der Bevölkerung für die Umsetzung eines attraktiven Stadtplatzes gesammelt. Bereits im Vorfeld hat Lobner mit dem zuständigen Architekten von „NÖ gestalten“, Thomas Knoll, das Zentrum befahren und Flächen besichtigt.

Die Bürger sollen ihre Ideen einbringen können.
Es geht um ein Stadtbild für die nächsten 50 bis 60 Jahre.“
René Lobner, Bürgermeister

Neben dem Thema Marktplatz brennt auch die Diskussion rund um die Vor- und Nachteile einer Fußgängerzone der Bevölkerung unter den Fingern. Die weiteren Wünsche der Bürger liegen laut dem Stadtoberhaupt klar auf der Hand: Mehr Grünraum aber auch genügend Parkmöglichkeiten.

In einem mehrstündigen Gespräch vor Ort wurden Workshop-ähnlich unter Einbeziehung von Vertretern der Gemeinde Konzepte und Lösungsansätze erarbeitet und unterschiedliche Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt.

Dass man bei der Umsetzung eines neuen Stadtbildes die Bürger mit im Boot haben will, war für Lobner bereits von Beginn an klar: „Die Bürger sollen im Rahmen eines Beteiligungsprozesses ihre Ideen einbringen können. Es geht um ein Stadtbild für die nächsten 50 bis 60 Jahre.“

Experten des Landes sollen dabei die Rolle des Spielgestalters einnehmen. „Die Experten müssen uns sagen, was von unseren Wünschen und Ideen machbar ist“, stellt der Stadtchef klar. Geht es nach den Vorstellungen von Lobner, soll die Projektphase bereits in einem dreiviertel Jahr mit einem Architekturwettbewerb abgeschlossen werden. „In dieser Zeit müssen wir die Fühler auch in Richtung Investoren ausstrecken“, so Lobner.