Erstellt am 27. Januar 2016, 12:03

von Edith Mauritsch

„Glauben Sie an dieses Gänserndorf!“. Kick-Off-Veranstaltung lockte zahlreiche Bürger an. Viele wünschen sich eine Belebung der Bahnstraße. "Glauben Sie an dieses Gänserndorf!“ – Mit dem abgewandelten Zitat von Ex-Bundeskanzler Leopold

VP-Bürgermeister René Lobner, VP-Stadträtin Christine Beck und Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke - hier mit dem Team der NÖ.Regional.GmbH - wurden bei der Auftaktveranstaltung zur Stadterneuerung mit einem Berg von Wünschen aus der Bevölkerung überhäuft.  |  NOEN, Mauritsch

"Glauben Sie an dieses Gänserndorf!" - Mit dem abgewandelten Zitat von Ex-Bundeskanzler Leopold Figl schickte VP-Bürgermeister René Lobner die Stadterneuerung in die zweite Runde. Nach den Jahren 2003 bis 2007 ist Gänserndorf ab heuer wieder mit dabei. Bei der Kick-Off-Veranstaltung fand unter sehr reger Beteiligung der Bürger und Moderation durch das Team der NÖ.Regional.GmbH die Vorstellung des Projekts und eine erste Ideensammlung statt.

Lobner zeigte sich sichtlich erfreut über das große Interesse der Bevölkerung. Wie er ausführte, sollen auch bereits evaluierte Projekte, die bislang aus den verschiedensten Gründen nicht umgesetzt wurden, wieder in die Überlegungen einfließen.

Dauerthemen sind dabei die Zentrumsentwicklung, die Belebung der Bahnstraße sowie die Aufwertung von Gänserndorf-Süd. Eine Besucherin im NÖN-Gespräch: „Es wäre schon toll, wenn sich auf der Bahnstraße wieder mehr tun würde. Ob das Angebot dann attraktiv genug ist, wird die Zukunft weisen.“

Reger Andrang bei den Info-Ständen 

Entsprechend bildeten sich bei Info-Ständen die größten Menschentrauben – und die Bevölkerung hatte noch jede Menge Anmerkungen zu den Vorhaben abzugeben. Weitere Hot-Spots waren Bildung und Kultur, Natur, Umwelt und Energie, Freizeit und Sport und auch unter „Sonstiges“ fand sich eine Vielzahl an Vorschlägen.

Immer wieder genannt wurde auch der Wunsch nach einem Ausbau der Radwege, nicht nur innerstädtisch, die Anbindung nach Strasshof fand ebenfalls zahlreiche Befürworter. Das Hallenbad mit allerlei Zusatzwünschen – Stichwort Wellness – wurde oft genannt. Dazu kamen Anregungen für Grünraumgestaltung, Parkgarage und sehr oft der Vorschlag von Begegnungsorten. Auf dem Wunschzettel der „Südler“ stehen Volksschule, Veranstaltungsraum und Gesundheitseinrichtungen. Aber auch die Errichtung der Marchfeld-Schnellstraße S8 ist für die Bürger relevant.

Weiter geht es mit zwei Workshops am 25. Februar und 31. März. Alle Bürger sind eingeladen, daran teilzunehmen, ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Wie Lobner betonte, ist bei der Teilnahme an der Stadterneuerung die Bürgerbeteiligung der wichtigste Faktor. Man werde sich bemühen, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten so viel wie möglich umzusetzen, um die Stadt noch lebenswerter zu gestalten.