Erstellt am 16. Oktober 2015, 05:02

von Ulla Kremsmayer

Ärgerlich: Biber plünderte Garten. Pelziger Eindringling verursachte Schäden in Martin Fischers Garten.

An Gartenzäunen, Holzstiegen und natürlich an den Bäumen in Martin Fischers Garten machte sich ein Biber zu schaffen.  |  NOEN, privat

Martin Fischer ist verärgert: Der Tierschutzverein schickte vergangene Woche einen Bericht über eine vermeintlich erfolgreiche Aussiedlung eines Bibers aus einem Garten-Biotop aus Groß-Enzersdorf aus.

Doch der Gartenbesitzer empfand die Geschichte deutlich weniger als Erfolgsstory, war doch noch in derselben Nacht wieder der Nager am Werk, einen seiner Apfelbäume zu demontieren. Verärgert habe ihn auch der Ausspruch eines Mitarbeiters des Tierschutzvereins, dass der Verein für die Tiere da sei und nicht für die Menschen, sie den Biber also nicht allzu weit entfernt vom Garten aussetzen würden.

Fischer glaubte „seinen“ Biber wieder am Werk. Daran zweifelt er nun angesichts der vom Tierschutzverein vorgelegten Fotos, die die Aussetzung des holznagenden Übeltäters an der Donau dokumentieren. Auch habe Fischer inzwischen selbst Hand angelegt und seinen Garten durch zusätzliche Sperren bibersicher gemacht.

Er will nun seine Nachbarn warnen: „Viele füttern die Biber aus falsch verstandener Tierliebe mit Äpfeln. Wenn die dann zufällig nicht ausreichend vorhanden sind, kommen die Tiere, um unsere Gärten zu plündern.“ Äpfel seien halt doch deutlich süßer als selbst die saftigste Rinde …