Groß-Enzersdorf

Erstellt am 13. Juli 2016, 06:00

von Ulla Kremsmayer

Mit Luftdruckgewehr auf Welpen geschossen. Viermonatiger Welpe einer Groß-Enzersdorfer Familie wurde kürzlich in einem Akt schwerer Tierquälerei von einem Unbekannten angeschossen. Besitzer erstattete Anzeige.

Das Projektil hatte die Halsschlagader knapp verfehlt.   |  Grund

Am Vormittag des vergangenen Sonntags kam es im Stadtl zu einem schweren Fall von Tierquälerei: Auf einem Grundstück in der Groß-Enzersdorfer Asperngasse wurde ein viermonatiger Terrier-Welpe im Garten der Familie Nikodemus von einem Unbekannten mit einem Luftdruckgewehr angeschossen.

Das Projektil verfehlte nur knapp die großen Blutgefäße am Hals des kleinen Vierbeiners. Das Frauerl war zum Tatzeitpunkt bei ihrem Sohn im Spital, der jüngere Sohn bei der Oma, das Herrl bei einem beruflichen Fortbildungskurs. Jedenfalls war, als die Mutter um die Mittagszeit heimkam, „alles voller Blut“.

Schnell machte man sich mit dem blutenden, kleinen Jacob, liebevoll auch „Jacky“ genannt, zur Tierärztin Beatrix Grund auf. Die Veterinärin entfernte dann nach einer Röntgenuntersuchung das Projektil, ein sogenanntes Diabolo-Geschoß, das noch im Hals steckte, in einer Notoperation.

„Jacky“ ist dank Beatrix Grund auf dem Weg der Besserung.  |  Ulla Kremsmayer

„Vielleicht hat jemanden das Bellen des Tiers gestört, vielleicht war es auch einfach purer Spaß am Schießen“, Helmuth Nikodemus will keinen konkreten Verdacht anstellen. Er ist aber verständlicherweise geschockt und hat umgehend Anzeige bei der Polizei erstattet.