Erstellt am 03. Juni 2016, 06:45

von Ulla Kremsmayer

Notarztstelle im Stadtl in Gefahr. 13 Bürgermeister unterzeichneten eine Resolution zur Rettung des Standorts.

Raasdorfs VP-Bürgermeister Walter Krutis (r.) unterstützt Walter Mayr bei seiner Notarzt-Initiative.  |  NOEN, Ulla Kremsmayer

Das kann der scheidende Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes nicht auf sich sitzen lassen: die mögliche Auflassung des Notarztstandortes in Groß-Enzersdorf.

„Jetzt war ich fast zehn Jahre hier als Leiter im Einsatz, unter meiner Ägide wurden sechs Rettungsautos angeschafft, zwei neue Dienststellen – in Leopoldsdorf und Eckartsau – geschaffen, das Blaulichtzentrum errichtet und wir haben auch die ersten Schritte für das Notarztsystem gesetzt“, zählt Walter Mayr auf.

Von 2,2 Minuten auf 30 Minuten Wartezeit

Und weiter: „Wir haben zuerst den Nachtnotarzt installiert und schließlich seit acht Jahren eine echte Notarztstelle, die rund um die Uhr einsatzbereit ist und mit 25 Notärzten rund 22.000 Bürger betreut. In durchschnittlich 2,2 Minuten ist man am Einsatzort. Und jetzt ist das echt gefährdet.“ Fiele die Stelle weg, würde das gesamte südliche Marchfeld von Gänserndorf aus betreut werden, man müsse mit rund 30 Minuten Wartezeit rechnen.

Zudem fielen drei Vollarbeitsplätze weg, und auch das Sicherheitsgefühl. Deshalb müsse er vor seinem Abgang noch einmal aufstehen. „Alle Bürgermeister haben die Resolution sofort unterschrieben.“ Darin werden Landeshauptmann, Landesregierung sowie Gemeindevertreter-Verbände aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Notarztstandort erhalten bleibt.