Erstellt am 08. Juli 2016, 05:00

von Edith Mauritsch

Diskussion zwischen SP und VP: Computer als Zankapfel. Nach anfänglicher Einigkeit kam es zwischen SP und der Volkspartei zu einer hitzigen Diskussion um die EDV-Ausstattung und das Auffangbecken Neuberg.

 |  Mauritsch

Die Zusammenkunft des Gemeinderates startete mit dünn besiedelten Reihen der SP-Opposition. Gleich vier Rote fehlten, seitens der VP war Hannes Hautzinger entschuldigt.

Schien bei der Vergabe von Leistungen für die technische Bau-Ausstattung im Zusammenhang mit dem Neubau des Kindergartens noch Einigkeit zu herrschen – immerhin fiel der Beschluss einstimmig – entspann sich in weiterer Folge eine hitzige Diskussion zu den Themen EDV-Ausstattung der Gemeinderäumlichkeiten und Auffangbecken Neuberg.

Das derzeitige Betriebssystem unterstütze einige für die Gemeinde wichtige Programme nicht mehr, daher brachte VP- Bürgermeisterin Marianne Rickl den Antrag auf die Erneuerung des EDV-Netzwerkes ein.

Das rief prompt Gemeinderat Peter Berthold auf den Plan: „Die Hardware haben wir erst 2009 angekauft, Lizenzen für ein neueres Betriebssystem müssen vorhanden sein.“ Dies verneinte die Bürgermeisterin, was Berthold wiederum zu der Aussage hinriss, dass die Lizenzen dann wohl irgendjemand zuhause hätte.

Antrag mit Stimmen der VP angenommen

Aufgebrachte Dementierung seitens der VP folgte, doch dann lief Vizebürgermeister Karl Pfalz Berthold ins offene Messer, konnte doch dieser die Frage, welche Art von Rechnern aktuell im Einsatz sind, nicht klar beantworten. Der Antrag wurde schlussendlich mit den Stimmen der VP angenommen.

Warm gelaufen, zog Berthold zum Thema Holzvergabe aus der Räumung des Auffangbeckens Neuberg so richtig vom Leder: „Das Becken ist zerstört, maximal noch eine Schlammgrube.“ Und weiter: „Es ist schon Holz weggebracht worden, wer hat das jetzt?“ Und zur VP-Ortschefin: „Weißt du überhaupt, wo das ist?“ Heftige Gegenwehr war die Folge.

Das Geplänkel zog sich in die Länge, bis Gemeinderätin Silvia Hofegger die ausufernde Debatte rigoros mit dem Argument unterbrach, auf den Punkt zu kommen, nicht zur Agenda gehörige Themen auszuklammern und endlich darüber abzustimmen, ob das Holz nun zur Angebotslegung ausgeschrieben werden solle oder nicht. Der diesbezügliche Beschluss fiel dann schlussendlich doch noch einstimmig.