Erstellt am 02. April 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

Grundsteuer-Skandal: Vorwurf gegen Ortschef. Wie schon 2013 fehlt auch jetzt Geld in der Gemeindekassa (die NÖN berichtete). FPÖ fragt, wie das sein kann.

FPÖ-Obmann in Hohenau, erhebt Vorwürfe gegen die Gemeinde.  |  NOEN, FPÖ

"Welche Maßnahmen wurden 2013 ergriffen und wie können solche Vorfälle jetzt erneut passieren?" fragt sich FPÖ-Gemeindeobmann Hannes Wlas angesichts der 69.000 Euro, die aufgrund nicht vorgeschriebener Grundsteuern in der Gemeindekassa fehlen.

Wie in der Vorwoche berichtet, wusste man bereits im Jahr 2013, dass so manchem Steuerpflichtigen von der zuständigen Gemeinde-Bediensteten keine Grundsteuer vorgeschrieben worden war. Damals wurden die Ausstände bereinigt.

Durch einen Anruf der Ersten Burgenländischen Siedlungsgenossenschaft offenbarte sich der Gemeinde mit SP-Bürgermeister Robert Freitag dann vor einigen Wochen das gesamte Schadensausmaß, das alles andere als erfreulich war und aktuell bereinigt wird.

FPÖ-Wlas findet auch lobende Worte

„Ich rechne ihm menschlich sehr hoch an, dass er der Mitarbeiterin nach den Vorfällen 2013 eine neue Chance gegeben hat“, findet Wlas respektvolle Worte gegenüber dem Ortschef, aber: „Er hätte ihr mehr auf die Finger schauen müssen.“

Wlas stößt sich außerdem am Verhalten von SPÖ und ÖVP bei der vergangenen Gemeinderatssitzung: „Von roter und schwarzer Seite hat niemand ein Wort verloren.“ Und weiter: „Es hatte den Anschein, als wollte man die Sache unter den Tisch kehren.“

SP-Bürgermeister Robert Freitag äußert sich zu Wlas’ Vorwürfen nicht. „Jede Dummheit muss man nicht kommentieren“, so der Ortschef gegenüber der NÖN.