Erstellt am 06. Februar 2016, 05:03

von Jutta Hahslinger

Haft für Betrüger: Notstandshilfe trotz Einkommen bezogen. Ein 36-jähriger Notstandsbezieher verschwieg der Behörde Einkünfte aus Fahrzeughandel. Urteil: 14 Monate Gefängnis.

Richter Manfred Hohenecker zum Sozialbetrüger: »Bei Ihrem getrübten Vorleben gibt es kein Pardon mehr!«  |  NOEN, NÖN

Ein Jahr lang bezog ein 36-jähriger Mann aus dem Bezirk Gänserndorf Notstandshilfe, obwohl er Einkünfte aus einem Handel mit Gebrauchtfahrzeugen erzielte. Es dauerte fast ein Jahr, bis die zuständigen Behörden dem Sozialbetrüger auf die Schliche kamen.

Bei den polizeilichen Ermittlungen kamen noch weitere unsaubere Aktionen des „umtriebigen“ Weinviertlers ans Tageslicht: Fälschungen von Kaufverträgen und Unterdrückung diverser Urkunden – unter anderem Zulassungsscheine und Reisepässe.

Für den bereits mehrfach vorbestraften Täter aus dem Weinviertel gab es vor Gericht kein Pardon mehr: Es setzte eine 14-monatige Gefängnisstrafe. Dazu kommen noch sieben Monate aus einer widerrufenen Strafnachsicht.

„Bei Ihrer Vorstrafenbelastung gibt es keine Bewährungsstrafe mehr“, begründete Strafrichter Manfred Hohenecker den Schuldspruch.