Erstellt am 02. April 2016, 05:04

von Ulla Kremsmayer

„Handeln statt Abwarten“. Die Groß-Enzersdorfer VP will aktiv Flüchtlingsproblem lösen und setzt dabei auf „Informieren statt Demonstrieren“ sowie auf „Kompetenz statt Panikmache“.

VP-Stadtrat Reinhard Wachmann lädt Interessierte zum Begegnungscafé im Pfarrheim ein.  |  NOEN, Archiv

 „Während andere demonstrieren wollen wir informieren, wir wollen handeln statt abwarten“, schreiben die Stadt-Schwarzen in ihrer jüngsten Aussendung im „Der Stadtler“ und weiter: „Wir halten nichts davon, unbelegte Aussagen öffentlich zu machen und die Bevölkerung zu verunsichern.“

"Krisenbewältigung ohne Panikmache"

Da sei Kompetenz bei der Krisenbewältigung gefragt und nicht Panikmache, ebenso wenig helfe, über Versäumnisse der Vergangenheit zu jammern. Man habe zur Information des Gemeinderates einen Vertreter des Innenministeriums geladen, der deutlich gemacht habe, dass der Zeiger bereits auf fünf vor zwölf stünde: Wenn nicht genügend Privatunterkünfte zur Verfügung gestellt würden, käme es eben auch zur Besiedelung des Hotels am Sachsengang, eine Nutzung, die alle Parteien unisono ablehnen.

Denn auch Groß-Enzersdorf müsste die Quote von rund 1,5 Prozent der eigenen Bevölkerung erfüllen, also rund 150 Flüchtlinge aufnehmen. Nun will die ÖVP – allen voran Wirtschaftsstadtrat Reinhard Wachmann – aktiv die Unterbringung von Familien in kleinen Einheiten unterstützen. Ebenso werden kleinere Quartiere wie das Integrationshaus in Neuoberhausen oder das – noch nicht besiedelte – Containerdorf der Caritas (Haus Romero) in Probstdorf unterstützt. Gleichzeitig will man ein Konzept zur weiteren Vorgangsweise vorlegen, um das Durchgriffsrecht des Bundes zu verhindern.

Treffen im Begegnungscafé am 2. April

Interessierte sind am Samstag, 2. April, zum Begegnungscafé im Pfarrheim (Beginn ist um 15 Uhr ) eingeladen. „Hier findet man eine sehr gute Möglichkeit, sich ein Bild von den Menschen, mal ganz abseits von Hetzparolen, zu machen“, schreibt Wachmann.