Erstellt am 14. Oktober 2015, 07:02

von Nina Wieneritsch

Einbrecher setzten Hund unter Drogen. Drei Hunde und zwei Erwachsene hielten Täter nicht davon ab, ins Haus einzudringen und Geld sowie Familienauto mitzunehmen.

Damit der Beagle der Familie nicht anschlägt, betäubten ihn die Einbrecher laut Hausbesitzerin.  |  NOEN, Shutterstock/ kittipod raemwanith (Symbol)

Eineinhalb Stunden hatten Einbrecher in der Nacht von Freitag auf Samstag, um in ein Einfamilienhaus einzubrechen.

Und diesen Zeitraum nützten die Kriminellen, stahlen eine Geldbörse inklusive Bankkarten und Führerschein sowie das Auto – einen 14 Jahre alten VW Bora – samt Schlüssel. Alle anderen Wertsachen blieben im Haus.

Die Besitzerin schildert im NÖN-Gespräch: „Ich ging gegen 22.30 Uhr schlafen, mein Mann kam um 24 Uhr von einer Veranstaltung nach Hause. Unser 18-jähriger Sohn befand sich mit seinem Hund in seinem Zimmer.“ Doch das hielt die Täter nicht davon ab, ins Haus einzudringen. „Die Einbrecher waren so leise, dass ich trotz offener Schlafzimmertür nichts mitbekommen habe. Auch mein Sohn, dessen Zimmer sich quasi neben der Eingangstür befindet, hörte nichts.“

Auch der zweite Hund der Familie, ein weiblicher Beagle, der immer neben dem Hauseingang schlafe und normalerweise sofort anschlagen würde, bekam von dem Einbruch nichts mit – die Täter hatten ihn mit Drogen außer Gefecht gesetzt.

„Unsere Hündin wirkte, als ob sie high wäre“

„Ich bin Samstagfrüh füttern gegangen und habe dann bemerkt, dass sich die Hündin anders als sonst verhielt. Sie wirkte den ganzen Tag, als ob sie high wäre“, so die Hausbesitzerin, die vermutet, dass es sich bei den Tätern um ein Duo handelt. Neben den beiden bereits erwähnten Hunden hat die Familie nämlich auch noch einen Welpen, der aber noch nicht melden würde. Diesen bräuchte also man nur abzulenken, was ein Täter getan haben könnte, während sich der andere ins Haus schlich.

Das Auto der Familie ist zur Fahndung ausgeschrieben, außerdem ist die Polizei mit dem Fall betraut. „Momentan wird ermittelt. Im Haus konnten Spuren sichergestellt werden“, so Gerald Reichl, Chefinspektor vom Bezirkspolizeikommando.

„Die Täter müssen durch ein angelehntes, provisorisches Tor auf das Grundstück gelangt sein und schlichen sich dann von hinten in das unversperrte Haus. Aufgebrochen wurde nichts“, so Reichl weiter. „Die Gelegenheit war wohl einladend.“ Konkrete Hinweise zu den Tätern gebe es bis dato noch nicht.