Erstellt am 29. September 2015, 08:48

von Nina Wieneritsch

Süß: Firma gewährt Asyl. Stärke-Produzent „Agrana“ stellt sein Gelände zur Verfügung und unterstützt damit rund 50 Menschen, denen die Zuckerseite des Lebens bislang verwehrt blieb.

Das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik soll Platz für an die 50 Flüchtlinge bieten.  |  NOEN, Foto: Faltner

Über die Unterbringung von Flüchtlingen und die damit verbundene Erfüllung der Asylquote braucht sich die Gemeinde den Kopf nicht mehr zu zerbrechen. Das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik bietet für ein Asyl-Quartier nämlich genug Platz.

Der Konzern „Agrana“ bot dem Land NÖ sein Areal an und stellt es künftig für Flüchtlinge zur Verfügung. „Wir werden Platz für 40 bis 50 Personen anbieten können“, so Markus Simak von „Agrana“ gegenüber der NÖN. Für die Unterbringung seien nur geringfügige bauliche Maßnahmen notwendig. Sämtliche Kosten würden dabei vom Konzern getragen.

Laut Gemeinde würden im ehemaligen, noch bestehenden Verwaltungsgebäude etwa 30 Flüchtlinge untergebracht, die restlichen rund 20 werden in Containern, die auf dem Gelände aufgestellt werden sollen, wohnen können. Betreut werden sie von einer Betreiberfirma. „Außerdem werden Container für Toiletten und Nassräume bereitgestellt“, so Simek.

Sind sämtliche Arbeiten abgeschlossen, könnte das Quartier schon in drei bis vier Wochen in Betrieb genommen werden, wie es seitens der Gemeinde heißt. Und auch die Bürger sollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden: Für Dienstag, 29. September, wurde deshalb eine Info-Veranstaltung einberufen.

Info-Abend

Am Dienstag, 29. September, informieren SP-Bürgermeister Robert Freitag, Peter Anerinhof (NÖ Landesregierung) und ein Vertreter der künftigen Betreiberfirma um 18 Uhr im Atrium über das Projekt und stehen für Fragen zur Verfügung.