Hohenruppersdorf

Erstellt am 20. April 2017, 02:29

von Edith Mauritsch

Mobilitätskonzept: Fahrtendienste als Ei des Kolumbus?. VP-Ortschef Hermann Gindl feilt an Lösung zur Behebung der Versorgungslücke.

Ein Tesla – wie hier bei der Eröffnung der Stromladestelle „ella“ in Spannberg – wird es wohl nicht werden. Die Kombination Elektromobilität mit Fahrtendienst könnte sich VP-Ortschef Hermann Gindl jedoch zur Schließung der Versorgungslücke Bank/Arzt schon vorstellen.  |  Mauritsch

Arzt weg, Bank zu – die schlechten Nachrichten der letzten Monate in der bislang prosperierenden Gemeinde bescheren VP-Bürgermeister Hermann Gindl samt Gemeinderat Zusatzarbeit. Derzeit wird an einem Mobilitätskonzept mit Fahrtendienst gefeilt.

Im Winter ging es Schlag auf Schlag: Zuerst die Meldung, dass die Volksbank nicht nur die Bankstelle, sondern auch den Bankomat dicht macht und dann noch die Schließung der Ordination von Gemeindearzt Achmad Nischaburi (die NÖN berichtete). Ein Manko speziell für die ältere beziehungsweise nicht so mobile Bevölkerung in der immerhin fast 1.000 Einwohner zählenden und ansonsten durchaus mit guter Infrastruktur ausgestatteten Gemeinde.

„Freiwillige könnten die Aufgabe übernehmen“

Einen Lösungsansatz sieht Gindl in der Elektromobilität mit dem Zusatzangebot eines Fahrtendienstes. „Freiwillige könnten die Aufgabe übernehmen, ein- oder mehrmals pro Woche Arztpraxen und Apotheke anzufahren und dabei noch einen Zwischenstopp beim Bankomaten einlegen“, umreißt der Bürgermeister die Möglichkeiten.

Die Idee zieht allerdings jede Menge juristische und gewerberechtliche Fragen nach sich, so unter anderem die Haftungsfrage oder auch zu vermeiden, nicht ins Fahrwasser von gewerblichen Personenbeförderern zu kommen. Und natürlich müssen sich auch Leute bereit erklären, die Chauffeur-Dienste für ihre Mitbürger zu übernehmen. Die Optionen werden derzeit ausgelotet, dann ist die Vorstellung der vorliegenden Konzepte geplant.

„Ein ausschlaggebender Faktor wird die Resonanz der Bevölkerung sein und ob die Angebote auch angenommen werden“, sieht der VP-Ortschef die Kernkompetenz der Entscheidung aber bei den Bürgern.

Umfrage beendet

  • Freiwillig Fahrtendienste übernehmen?