Hohenruppersdorf

Erstellt am 01. Juli 2016, 06:00

von Edith Mauritsch

Windkraft im Vormarsch: Strom für 25.000 Haushalte. Moderne Anlagen des Typs „Vestas V126“ sorgen im neu eröffneten Windpark „Hohenruppersdorf II“ für eine Gesamtleistung von 33 Megawatt.

 |  Mauritsch

Mit einer volksfestartigen Eröffnungsfeier, moderiert von Tom Valek, wurden zehn neue Windräder – mit einer Gesamthöhe von 203 Metern übrigens die höchsten Österreichs – offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dank des neuen Windparks „Hohenruppersdorf II“ können künftig weitere 25.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgt werden.

Windenergie hat Tradition in der Weinbaugemeinde: Schon in der Amtszeit von Bürgermeister Jakob Neller von 1892 bis 1909 betrieb ein kleines Windrad die Wasserpumpe. Heute erzeugen topmoderne Anlagen des Typs „Vestas V126“ Energie mit einer Gesamtleistung von 33 Megawatt. VP-Bürgermeister Hermann Gindl outete sich in seiner Grußadresse als vehementer Gegner der Atomkraft und Befürworter von Stromproduktion aus erneuerbaren und vor allem rückstandfreien Ressourcen.

Gindl dazu: „Als Techniker in einem großen Konzern habe ich mit der Katastrophe von Tschernobyl die Auswirkungen eines Supergaus miterlebt und ich bin überzeugt, dass heute noch dieselben Fragen offen sind wie damals.“ Es freut ihn, dass auch die Bevölkerung hinter der Windenergie steht. Das Unternehmen Ventureal fungiert als Betreiber. Mastermind hinter dem Windpark ist Franz Blockberger.

„Einsatz für Erzeugung von sauberem Strom“

Er zeigt sich in seiner Eröffnungsansprache äußerst visionär: „Ich wünsche mir, dass Österreich – statt Strom zu importieren – diesen selbst auf saubere Art und Weise erzeugt. Ich rufe die Politik daher auf, sich dafür einzusetzen und nicht von parteipolitischen und lobbyistischen Interessen leiten zu lassen.“ Im Anschluss nahm Pfarrer Norbert Orglmeister die Segnung der Anlage vor.

Seitens der Politik waren auch Bundesrat Gerhard Schödinger, die VP-Bürgermeister Herbert Stipanitz, Richard Schober und Gerald Haasmüller sowie die Vizebürgermeister Erich Haidinger und Karl Pfalz zugegen.