Erstellt am 19. Juni 2016, 05:00

von Jutta Hahslinger

„Ich will Geld, oder dein Bruder stirbt!“. Erpressung und Nötigung bringen Bosnier die Noch-Ehefrau nicht zurück. Die Straftaten bringen ihn aber für Jahre hinter Gitter.

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Einen Schlussstrich unter ihre von Gewalt geprägte Ehe zog eine Gänserndorferin und flüchtete vor dem Noch-Ehemann zu ihren Eltern.

Das Ende der Partnerschaft konnte der 31-jährige Bosnier nicht akzeptieren und er versuchte mit allen Mitteln, seine kontaktunwillige Noch-Ehefrau zu einer Versöhnung zu bewegen: Als die Gänserndorferin nicht gleich wieder in die Arme des Bosniers sank, drohte der Abgewiesene: „Ich will Geld oder ich werde dafür sorgen, dass dein Bruder oder dein Vater sterben!“

Die Weinviertlerin ließ sich nicht einschüchtern und erstattete gegen ihren Mann Anzeige. Vor Gericht zeigte sich der Bosnier zunächst verstockt und wenig einsichtig. Die mahnenden Worte der Richterin Anna Wiesflecker, dass der Beschuldigte bei seinen Vorstrafen jeden Milderungsgrund benötige – dazu gehört vor allem ein Geständnis –, zeigten bei dem 31-Jährigen Wirkung.

Schlussendlich legte der Bosnier ein umfassendes Geständnis ab. Er wurde wegen schwerer Nötigung, Erpressung und fortgesetzter Gewaltausübung zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.