Erstellt am 24. März 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

"Ich wollte nur, dass die Familie auszieht". Nachdem die NÖN einen Bericht über Vermieterin brachte, die sich angeblich den Strom mitzahlen ließ, spricht nun deren Bruder.

Zavisa Stajkowicz ärgert sich über den Hausrat, den Familie H. zurückgelassen haben soll.  |  NOEN, NÖN

Vor drei Wochen berichtete die NÖN über die fünfköpfige Familie H., die nur eine Woche in einem Mietshaus lebte, bevor sie wieder auszog. 

Der Grund dafür war, dass es beim Heizen im Haus nach Gas roch, so Frau H. damals im NÖN-Gespräch. Besonders ärgerlich: Die Familie konnte sich an ihrem neuen Wohnort nicht anmelden, weil ein gültiges Feuerschutzgutachten für das Gebäude aussteht, weshalb die Mieter schwere Vorwürfe gegen ihre Vermieterin erhoben.

Nun meldet sich deren Bruder, Zavisa Stajkowicz, zu Wort – und schildert die Situation aus seiner Sicht: „Familie H. wusste von Anfang an, dass im Haus noch Arbeiten zu machen sind.“ Außerdem sei vereinbart worden, dass der Einzug am 1. März erfolgen sollte. Aber schon Mitte Februar sei diese mit Sack und Pack eingezogen. Die Arbeiten – Elektrik, ausmalen, Reparatur der Heizung – wolle man selbst erledigen, habe Herr H. mitgeteilt.

Stajkowicz habe eingewilligt und rechtfertigt sich: „Dass man sich nicht anmelden kann, habe ich nicht gewusst.“ Als er dies erfahren hat, habe er sich darum gekümmert, dass ein Gutachten erstellt wird.

Familie zahlte keine Miete

Besonders bitter für die Vermieterin und ihren Bruder: Familie H. habe keine Miete bezahlt – die erste Zahlung wäre am 15. März fällig gewesen, an dem sie aber schon wieder ausgezogen war. Auch die zuvor entrichtete Kautions-Anzahlung hätte sie zurückbekommen. „Es gab so viele Probleme – ich wollte nur, dass die Familie wieder auszieht“, erklärt Stajkowicz.

Die ehemaligen Mieter H. möchten sich dazu gar nicht mehr äußern, nur so viel: „Stajkowicz hat damit gar nichts zu tun. Seine Schwester ist die Vermieterin.“

Trotzdem ist Stajkowicz aktuell damit beschäftigt, das Haus zu renovieren – es wird ein neuer Laminatboden verlegt und frisch ausgemalt. Noch befindet sich im Gebäude allerlei Hausrat der Vormieter, der bis dato nicht abgeholt wurde. „Ich werde mir einen Lkw mieten und die Sachen zur Deponie bringen“, so Stajkowicz, der hofft, sein Haus mit 1. Mai wieder vermieten zu können.