Erstellt am 15. April 2016, 05:04

von Jürgen Nemec

In den Gräbern der Hallstattzeit. Ausstellung zeigt spektakuläre Funde aus frühen Siedlungsperioden Weikendorfs.

Das Bild zeigt das Ehepaar Schwammhöfer bei der Ausgrabung eines Tumulus-Grabes im Gebiet von Dörfles.  |  NOEN, privat
In der Vorwoche eröffnete, organisiert von der örtlichen Archivgruppe, im voll besetzten Veranstaltungssaal die Ausstellung „Archäologie in und um Weikendorf“. Sie zeigt außergewöhnliches Material und Beschreibungen zur keltischen Siedlungsgeschichte im Weinviertel mit besonderem Blick auf das Gebiet um den Weidenbach und an der March.

Zusammengetragen und präsentiert wurde dies vom Spannberger Hermann Schwammenhöfer, der im Rahmen eines interessanten und hintergründigen Vortrags mit anschaulichem Bildmaterial in das komplexe Thema einführte. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Quellen, unter anderem Tonscherben und Grabungsfunde, die Schwammenhöfer gemeinsam mit seiner Frau in jahrzehntelanger Arbeit zutage gefördert hatte.

Dörfles schon zur Hallstattzeit besiedelt

Zu sehen sind Funde aus vier Siedlungsperioden, beginnend mit der Hallstatt-Zeit, also dem 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr. Dabei ist vor allem das Ortsgebiet von Dörfles, wo Reste eines Grabhügels aus der Hallstattzeit freigelegt werden konnten, seit dieser Zeit nachweislich durchgehend besiedelt.

Ein Grabhügel (Tumulus), der später Leberberg genannt wurde und wo bis 1817 die erste Kapelle von Dörfles stand, blieb trotz Einebnung vermutlich bis heute noch unberührt erhalten. Die Ausstellung kann bis auf Weiteres im Veranstaltungssaal gegen telefonische Voranmeldung besichtigt werden.