Erstellt am 13. November 2015, 03:13

von Robert Knotz

"Inspektor" gibts wieder. Im Strasshofer Gemeindezentrum wurde ein neuer Dienstraum eröffnet. Die Beamten können dort den Parteienverkehr abwickeln und ersparen Bürgern Wege in die Nachbarstadt.

Handshake: NÖ-Polizeichef Franz Prucher und SP-Bürgermeister Ludwig Deltl (v.l.).  |  NOEN, Foto: Knotz

Vergangenen Dienstag wurde der neue Polizeistützpunkt in der Schönkirchnerstraße feierlich eröffnet. Bereits acht Jahre ist es her, dass die örtliche Polizeiinspektion (damals als Wachzimmer bezeichnet) geschlossen wurde. Seither kämpften die Ortschefs der 10.000-Seelen-Gemeinde vehement um eine neue Dienststelle. SP-Bürgermeister Ludwig Deltl ist es in einem ersten Schritt gelungen, einmal im Monat Sprechstunden mit der Polizei im Gemeindeamt zu organisieren: Doch das war ihm entschieden zu wenig.

Was nun eröffnet wurde, ist ein Dienstraum, der im Bedarfsfall besetzt ist. Wenn erforderlich, können die Beamten ihre administrativen Tätigkeiten dort durchführen. Neben dem Eingangstor ist eine Sprechstelle angebracht, wo die Bürger nach Betätigen des Rufknopfes mit der Polizeiinspektion in Deutsch-Wagram verbunden werden.

Im Ort permanent eine Funkstreife unterwegs

Die Beamten kommen, sofern nicht durch andere Einsätze verhindert, dann zum Stützpunkt und können dort zum Beispiel Anzeigen und dergleichen aufnehmen, was bisher nur in Deutsch-Wagram möglich war. Laut Deltl soll permanent ein Streifenwagen in der Marktgemeinde unterwegs sein. Der Stützpunkt ist mittels Telefon und Computer vollwertig ausgestattet. Die Räumlichkeiten im Gebäude der Volkshochschule wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. „In vielen Gesprächen konnte ich Landespolizeidirektor Franz Prucher davon überzeugen, dass wir wieder die Polizei im Ort brauchen“, so der Ortschef in seiner Eröffnungsrede.

„Die Polizei will man sehen – die Polizei will man spüren“, meinte Niederösterreichs oberster Polizist und berichtete von grandiosen Erfolgen bei der Bekämpfung einer internationalen Einbrecherbande. Er bedankte sich auch bei „seinen Beamten“ für ihren Einsatz und auch für die Bereitschaft zur Aushilfe in anderen Bundesländern, weil es die derzeitige Lage momentan erfordere.