Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Ulla Kremsmayer

Ist Lobau-Tunnel ein „totes Pferd“?. Umstrittenes Projekt war auch bei den Wiener Koalitionsverhandlungen ein Thema. ,

 |  NOEN, Symbolbild Peter Wienerroither

Der S1-Abschnitt Groß-Enzersdorf bis Schwechat – vulgo Lobau-Autobahn – rückte wieder einmal ins Blickfeld der Diskussion: Schließlich war das umstrittene Projekt Thema der Wiener Koalitionsverhandlungen.

Vielfach als Zankapfel und sogar als Knackpunkt für Rot-Grün kolportiert, kam es zuletzt aber zu keinem eindeutigen Statement. Wahrend Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou stolz die grüne Handschrift hervorhob und verkündete „der Lobau-Tunnel ist de facto abgesagt“, bleibt im Regierungsabkommen weiterhin das Bekenntnis für eine sechste Donauquerung auf dem Tapet – wofür „alternative Planungsvarianten“ geprüft werden sollen.

Wolfgang Rehm von der Umweltinitiative Virus verkündete anfangs, dass die Wiener Koalitionsgespräche irrelevant für eine Entscheidung seien, weil das Projekt wegen Umweltunverträglichkeiten beim Verwaltungsgericht anhängig sei, begrüßte am Wochenende aber die vermeintliche Wiener Abkehr: „Das Erkennen der Notwendigkeit von Alternativen zeigt, dass die Wiener Stadtregierung endlich aufhören will, das tote Pferd S1 zu reiten.“