Erstellt am 23. Februar 2016, 04:24

von Jutta Hahslinger

Jetzt endete Flucht für Einbrecher. Nach internationalem Haftbefehl wurde Täter nun wegen Einbrüchen in Angern und Grub an der March verurteilt.

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Wer am 3. Juni 2011 in ein Vereinshaus in Angern eingebrochen und aus der Kantine einen Fernseher, einen Laptop und ein Werbetransparent im Gesamtwert von 1.250 Euro gestohlen hat, wussten die Ermittler anhand von gefundenen DNA-Spuren am Tatort schon seit geraumer Zeit, nur konnte man des mutmaßlichen Täters bislang nicht habhaft werden.

Es erging ein internationaler Haftbefehl. Nach fünf Jahren ging der Gesuchte, ein 50-jähriger Slowake, den Ermittlern ins Netz und wanderte am 27. Jänner dieses Jahres in Untersuchungshaft.

"Zum Überleben bin ich einbrechen gegangen“

Auf das Konto des Slowaken geht auch ein Einbruch am 24. Mai 2013 in einen Transporter in Grub an der March (Beute: Werkzeug im Wert von 972 Euro). „Ich nehme schon seit 20 Jahren Heroin. Ich habe alles verloren – Job und Familie – und lebte auf der Straße. Zum Überleben bin ich einbrechen gegangen“, schilderte der Slowake vor Gericht. Auch für die Drogen-Ersatzmittel habe er Geld benötigt und Straftaten begangen, gibt er unumwunden zu.

Für mehrere Eigentumsdelikte bereits zu 16 Monaten Haft verurteilt, geht er nun für die Einbrüche im Bezirk Gänserndorf zusätzliche acht Monate hinter Gitter. Das Urteil ist rechtskräftig.