Erstellt am 11. März 2016, 05:04

von Manuel Mattes

Kindergarten-Neubau: Paradies für die Kids. Geplantes Gebäude wird mit drei Gruppenräumen und großzügigen Freiflächen aufwarten. Auch eine Erweiterung ist laut Architekt Zita problemlos möglich.

So soll der neue Kindergarten in Prottes aussehen. Spätestens für Herbst 2017 ist die Fertigstellung geplant.  |  NOEN, privat

Junge Protteser Gemeindebürger, die im Herbst 2017 in den Kindergarten eintreten, können sich glücklich schätzen – spätestens dann soll nämlich der geplante Neubau neben dem Dorfzentrum bezugsfertig sein und für drei Kindergartengarten-Gruppen zum neuen Zuhause werden. Unter anderem dieses Detail wurde beim gut besuchten Info-Abend der Marktgemeinde, moderiert vom zuständigen Architekten Werner Zita, bekannt.

Vorgesehen ist ein Gebäude in klassischer Ziegelbauweise, das im Eingangsbereich mit einer großen Halle für diverse Veranstaltungen aufwartet. Jeder der drei Gruppenräume wird zudem über eine eigene Garderobe sowie Sanitäreinrichtungen und einen Abstellraum verfügen. Ebenso sind ein großzügig bemessenes Wickelzimmer sowie ein Hof geplant. Dass auch eine Gartenanlage im Ausmaß von insgesamt rund 1.900 Quadratmetern nicht fehlen darf, versteht sich dabei fast von selbst.

Für zukünftige Entwicklungen scheint der Standort ebenfalls gerüstet: Eine Erweiterung auf eine vierte Gruppe sei, so Zita, problemlos möglich. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über den Fußboden, im Sommer sollen eine Raumlüftung sowie eine Beschattung der Glasflächen für angenehme Temperaturen sorgen, Solarpaneele auf dem Dach sind ebenso angedacht.

„Andere wären über so viele Parkplätze froh“

Auch Fragen aus dem Auditorium zur Parkplatzsituation am Morgen bzw. gegen Mittag trieben Zita keine Sorgenfalten auf die Stirn: „Viele Kindergärten wären froh, wenn sie so viele Parkplätze hätten“, so der Architekt.

Wie sieht der zeitliche Fahrplan bis zur Eröffnung im Herbst 2017 aus? Die Bauverhandlung ging bereits am Donnerstag der Vorwoche über die Bühne, im Frühling könnten die ersten Bagger anrollen. Selbst ein harter Winter sollte den Zeitplan nicht ernsthaft gefährden.

Bei Fragen zu den Gesamtkosten gibt sich Zita vorsichtig: Die reinen Baukosten lägen bei rund 1,5 Mio. Euro ohne Mehrwertsteuer und Möblierung, dieser Betrag sei aber nicht als endgültig anzusehen. Schließlich sprach der Architekt noch eine Bitte aus: „Es ist bekannt, dass im Ort politische Spannungen herrschen. Ich würde mir wünschen, dass diese zumindest für die Dauer dieses Projektes hintangestellt werden.“