Erstellt am 12. Mai 2016, 05:24

von Jutta Hahslinger

Kinderschänder muss sechs Jahre einsitzen. "Ich weiß es nicht" findet der 25-Jähriger keine Erklärung, warum er sich über Jahre am unmündigen Bruder seiner Gattin vergangen hat.

Anklägerin Gudrun Bischof zum Angeklagten: »Sie haben das Vertrauen des Buben schamlos ausgenutzt.«  |  NOEN, Hahslinger

Nach Jahren der Sex-Attacken des eigenen Schwagers brach das Opfer sein Schweigen und erzählte seiner Großmutter und dem Vater von den sexuellen Übergriffen.

Geschockt erstatteten die Vertrauenspersonen des unmündigen Opfers sofort Anzeige und der 25-jährige Sexunhold aus dem Bezirk Gänserndorf wanderte wegen der Verbrechen des schweren Missbrauchs eines Unmündigen und Vergewaltigung auf die Anklagebank.

„Schuldig“, legt der Weinviertler vor Gericht ein Geständnis ab. Erklären will er die sexuellen Übergriffe an dem unmündigen Buben nicht können: „Ich kann es nicht sagen. Unsere Ehe ist auch nicht gerade rosig gelaufen. Ich finde keine Erklärung. Es tut mir sehr leid. Ich brauche Hilfe und mache jetzt eine Therapie“, zeigt sich der 25-Jährige einsichtig und reumütig.

Die beteuerte Einsicht nimmt Staatsanwältin Gudrun Bischof dem Weinviertler nicht ab: „Sie gingen schon einmal zur Therapie, aber offensichtlich nur deshalb, weil Sie Ihre Ehefrau erwischt hat und Sie ihr Besserung versprochen haben. Nach zwei Sitzungen ließen Sie es schon sein.“

Der bislang unbescholtene Weinviertler wird zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Rechtskräftig.