Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Schindler

Auf den Punkt gebracht. Thomas Schindler über die neue Staatsgrenze in der March.

Für VP-Nationalrat Hermann Schultes war es eigenen Aussagen nach der kurioseste Beschluss, den er in seiner langjährigen Parlamentarierzeit erlebt hatte. Die Rede ist vom sogenannten Dreiländergrenzpunkt Thaya-March. Dabei handelt es sich um exakte Koordinaten, die die Grenze zwischen Österreich und Tschechien bzw. der Slowakei festlegen.

Das Kuriose daran: Der besagte Beschluss fiel erst vor wenigen Tagen im Hohen Haus. Bisher hatte man immer die March-Mitte als Staatsgrenze angenommen. Haken an der Sache: Je nach Wasserstand verschob sich diese Mitte. Die flexible Grenze wurde nun endlich gesetzlich „gebändigt“. Warum wollte man eine unbewegliche, starre Grenze, die deutlich erkennbar ist? In erster Linie deshalb, damit das Einsatzgebiet der jeweiligen Blaulicht-Organisationen klar definiert ist.

Ein bisschen skurril ist das Ganze aber schon: In Zeiten eines vereinten Europas werden jetzt am Wasser Grenzen gezogen. Immerhin: In diesem Fall hat es aber nichts mit der Flüchtlingsproblematik zu tun.