Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Besser Weitsicht als Nachsicht. Peter Sonnenberg über die Kaderpolitik der Stripfinger.

Über ein halbes Dutzend Ausfälle wegen Verletzungen oder Krankheit – was bei manchen Fußballvereinen sofort zur Weltuntergangsstimmung führt, kostet den SV Stripfing, insbesondere Trainer Günther Schießwald, nur Kopfzerbrechen, weil dieser nicht seine absolute Wunschelf aufs Feld schicken kann. Einen Qualitätsverlust wird es beim Herbstmeister der 2. Landesliga aufgrund der Quantität an starken Spielern deshalb aber nicht geben.

Ein paar Beispiele gefällig? David Ölkü und Bernhard Schachner fehlen im zentralen Mittelfeld – kein Problem, als Ersatz warten u.a. Ex-Sportklub-Kapitän Sertan Günes oder Dominik Burusic, ehemals FC Bayern und Admira. Der beste Torschütze Halil Akaslan fehlt vorne – kein Problem, Neuzugang Marian Lucian Pop scharrt schon in den Startlöchern. Abwehrchef Ingomar Szabo fehlt hinten – kein Problem, Ex-Bundesligaprofi Michael Popp steht bereit.

Egal also, welche Spieler bis zum Meisterschaftsstart noch fehlen werden oder darüber hinaus nicht zur Verfügung stehen – der Titel ist bei so vielen Klassekickern einfach Pflicht. Aber der breite Kader, den viele spöttisch schon als „FC Bayern des Marchfelds“ bezeichnet haben, könnte sich dank der Weitsicht der Vereinsverantwortlichen jetzt schon als echter Vorteil herausstellen.