Erstellt am 27. April 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Bürgerlisten in der Bredouille. Thomas Schindler über die Debatten um Parteien- förderungen in Gänserndorf und Strasshof.

Sowohl in Gänserndorf als auch in Strasshof sind die Bürgerlisten sauer, weil sie nicht die Parteienförderungen bekommen, die ihnen ihrer Meinung nach zustehen. In der Bezirkshauptstadt erhält die Liste von Walter Krichbaumer, die lediglich über ein Mandat verfügt, überhaupt kein Geld von der Gemeinde. Begründung: Cash gibt es erst ab zwei Sitzen (Klubstatus).

In Strasshof wiederum hatte die Liste von Paul Ebhart nach der letzten Gemeinderatswahl vier Mandate erreicht. Wenige Monate später schied eine Gemeinderätin aus der Ebhart-Liste aus und sitzt seither als Parteilose im Ortsparlament. Somit bekommt Ebhart die finanzielle Förderung nur noch für drei Mandatare.

Dass die beiden Bürgerlisten und deren Chefs mehr als verärgert sind, ist nachvollziehbar. Schließlich sind sie auf jeden Cent, den sie aus öffentlichen Förderungen lukrieren können, angewiesen. Da tun sich die größeren Fraktionen natürlich leichter, sie können auf einen Parteiapparat im Hintergrund zurückgreifen.

Als kleine Bürgerliste braucht man viel Idealismus – vor allem, wenn man im schlimmsten Fall sein privates Geld in die Gemeindearbeit stecken muss.