Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Der Davis Cup als erste Nagelprobe. Peter Sonnenberg über Tennis-Ass Gerald Melzer.

Ganz Österreich ist wieder im Tennisfieber – nach Thomas Muster und Jürgen Melzer ist es aktuell Dominic Thiem, der die Sportfans vor den Fernseher lockt und die Weltspitze aufmischt. Doch in seinem Schatten klettert erneut auch ein Melzer die Weltrangliste still und heimlich nach oben, nämlich Jürgens jüngerer BruderGerald.

Der 25-Jährige gewann wie Thiem in Mexiko zuletzt sein drittes Challenger-Tturnier in knapp vier Wochen. Damit liegt der Deutsch-Wagramer auf Platz 116 der Weltrangliste und ist im Moment drittbester Öster reicher. Er klopft ganz laut an die Tür zu den Top 100 und wäre der 17 Österreicher, dem dieses Kunststück in der Weltsportart Tennis gelingen würde.

Die erste Nagelprobe folgt am kommenden Wochenende beim Davis Cup in Portugal. Zum ersten Mal wird er als fixer Einzelstarter zwei Spiele bestreiten. Der Druck ist nicht gerade klein, ganz (Tennis-)Österreich erwartet sich einen Sieg. Und wie schnell die Stimmungslage wechseln kann, kennt niemand so gut wie Bruder Jürgen. Selbst in seiner Hochphase wurde er für jede einzelne Davis-Cup Niederlage hart kritisiert – obwohl er sich immer Zeit nahm für das Team. So gesehen kann sich Gerald Melzer in dieser Hinsicht genug Tipps bei seinem älteren Bruder holen. Damit er dem Druck standhält.