Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Die unendliche Geschichte. Thomas Schindler über die neueste Verschwörungstheorie im Fall Kampusch.

Fast zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass sich Natascha Kampusch aus dem Keller ihres Strasshofer Entführers Wolfgang Priklopil befreien konnte - acht Jahre lang war sie dort gefangen gehalten worden.

Nach ihrer Flucht vor Priklopil floh dieser vor der Polizei und wählte schließlich den Freitod, indem er sich vor einen Zug am Wiener Praterstern stürzte.

So viel zur offiziellen Variante dieses spektakulären Kriminalfalls, die in der Folge sogar von amerikanischen FBI-Ermittlern bestätigt wurde. Aber auch zehn Jahre nach dem Tod Priklopils wollen die Verschwörungstheorien nicht verstummen: Der Entführer soll sich gar nicht selbst umgebracht haben, sondern ermordet worden sein. Und zwar von einem Mittäter.

Kampusch selbst betonte immer wieder, dass sie in den acht Jahren ihrer Gefangenschaft niemand anderen außer Priklopil gesehen hatte. Auch wenn ein Kind, das Augenzeuge der Entführung war, fest behauptet, dass es zwei Täter waren. Tragisch, dass der Fall für das Opfer offenbar nie wirklich abgeschlossen sein wird.