Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Die zerrissene Ökopartei. Thomas Schindler über den Kampf der Gänserndorfer Grünen mit ihrer Parteilinie.

Die jüngste Sitzung im Gänserndorfer Stadtparlament hat es wieder einmal gezeigt: Der ideologische Spagat der Grünen wird immer schwieriger. Auf der einen Seite ist die Ökopartei mit Vizebürgermeisterin Margot Linke Teil der Regierung, auf der anderen Seite kritisiert Grünen-Fraktionschefin Beate Kainz immer öfter die Arbeit der VP-Bürgermeisterpartei – und betreibt somit eigentlich harte Oppositionspolitik.

So kommt es mittlerweile vor, dass Linke und der Rest ihrer Fraktion mitunter sogar unterschiedlich abstimmen. Ob das auf Dauer gutgeht? Für die oppositionelle SPÖ ist dies auf jeden Fall ein gefundenes Fressen. Die Roten nutzen natürlich jede Gelegenheit, den Keil noch tiefer in die zerrissene Ökopartei zu treiben.

Die Freiheitlichen wiederum halten sich zurück und beobachten das politische Schauspiel aus der zweiten Reihe. Sichtlich unwohl fühlen sich die Schwarzen mit Bürgermeister René Lobner. Einerseits brauchen sie die Grünen zur Mehrheitsbeschaffung, andererseits zeigen sie sich von Kainz’ Querschüssen genervt.