Erstellt am 08. Juni 2016, 04:05

von Thomas Schindler

Harte Opposition nicht gewohnt. Thomas Schindler über die Not mancher VP-Ortschefs mit neuen Bürgerlisten.

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Die Protteserin Christa Eichinger kann ein Lied davon singen, mittlerweile auch ihr Amtskollege Herbert Stipanitz aus Spannberg.

Beide ÖVP-Langzeit-Bürgermeister müssen sich in ihren Ortsparlamenten derzeit mit „nervenden“ Bürgerlisten herumschlagen.

Das eigentliche Problem, das Eichinger und Stipanitz haben, sind aber nicht die Bürgerlisten per se, sondern der Umstand, dass die beiden VP-Granden erst seit der jüngsten Gemeinderatswahl eine wirkliche Opposition haben. Das heißt: Sowohl Eichinger als auch Stipanitz sind es einfach nicht gewohnt, von politischen Gegnern kritisiert zu werden.

In anderen Gemeinden des Bezirks, in denen es schon seit Jahren harte Oppositionspolitik gibt, wissen die dortigen Bürgermeister mit dieser umzugehen.

Zum Beispiel in Strasshof – hier fängt sich SP-Bürgermeister Ludwig Deltl regelmäßig verbale Watschen von der „Bürgerliste Ebhart“ ein, zumeist gelingt ihm aber eine gekonnte Retourkutsche.

Diese Gelassenheit und Schlagkräftigkeit müssen Eichinger und Stipanitz auf jeden Fall noch lernen.