Erstellt am 11. Mai 2016, 05:04

von David Aichinger

Hoffentlich viele Hände. David Aichinger über den Abstieg der Gänserndorfer Handballer.

Seine beste Leistung abzurufen ist dann am schwersten, wenn man unter Druck steht. Das spürten die Handballer in den Abstiegsspielen. Je dringender sie Tore zum Aufholen brauchten, desto mehr ging schief. Während bei den Fivers die Führungsspieler vorangingen, führte UHC-Legionär Michal Fazik am Sonntag nur die Fehlerorgie an.

Er war bemüht, hielt dem Druck aber nicht stand. Der Rest passte sich an. Von einem Conrad Gößnitzer, der mit 21 seine erste Saison spielt, zu erwarten, just in diesen Partien die Kohlen aus dem Feuer zu holen, wäre aber auch vermessen.

Ebenso muss man sagen: Es hat sich abgezeichnet. Gänserndorf war heuer das schwächste Team, hatte Pech mit dem Mat-thiessen-Transfer, musste den Trainer wechseln, kämpfte mit Trainingsbeteiligung und U20.

Nach 24 Jahren muss jetzt ein Neuanfang her. Der ist auch eine Chance. Mit einer vernünftigen Truppe könnte Gänserndorf in der Landes- und Regionalliga vielleicht endlich einmal vorne mitspielen und der Halle und sich selbst die positive Energie einhauchen, nach der man lechzt. Ständig verlieren macht auf Dauer keinen Spaß.

Ganz so einfach ist es aber freilich nicht. Von einem Zuckerschlecken ist die Regionalliga weit entfernt. Es wird jeden einzelnen Mann brauchen, der bei der morgigen Sitzung die Hand hebt und sagt „Ich bin dabei. Packen wir’s an.“ Hoffentlich sind das viele.