Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:02

von Markus Glück

Bürger wollen mehr Einbindung. Markus Glück über die Mitwirkung von Bürgern am politischen Prozess.

Mehr als 1.000 Protteser nahmen an der Volksbefragung zum neuen Hauptplatz teil. Die Wahlbeteiligung lag dabei deutlich über der bei der Nationalratswahl und sogar der Gemeinderatswahl.

Damit zeigt sich, dass der Bürger sehr wohl mitbestimmen möchte und gerade das Geschehen in der Gemeinde genaustens verfolgt wird. Veränderungen im eigenen Wohnort spüren die Bürger am eigenen Leib. Diese haben auf den Einzelnen mehr Auswirkungen als vermeintlich ferne bundespolitische Entscheidungen.

Die Politik kann daraus den Schluss ziehen, den Weg zur Bürgerbeteiligung noch stärker einschlagen zu müssen. Aber nicht, um Verantwortung abzuschieben, sondern um die Bürger aktiv in die politische Arbeit einzubinden.
In der Bezirkshauptstadt soll dies mit dem Prozess der Dorf- und Stadterneuerung ab dem Jahr 2016 passieren.

Dabei ist aber wichtig, den Weg auch bis zum Schluss zu gehen und unbequeme Diskussionen zuzulassen. Denn: Soll der Bürger nur mitreden, um danach übergangen zu werden, darf sich niemand über die steigende Politikverdrossenheit wundern.