Erstellt am 04. November 2015, 04:02

von Thomas Schindler

Eine logische Entscheidung. Thomas Schindler über den Rückzug Plessls aus der Gemeindepolitik.

Es war ein gut gehütetes Geheimnis, bis die NÖN von einer verlässlichen Quelle den entscheidenden „Zund“ bekam: SP-Nationalrat Rudolf Plessl wird als Untersiebenbrunner Bürgermeister zurücktreten. Im NÖN-Interview gab sich Plessl gar nicht die Mühe, seinen Plan abzustreiten, obwohl er das Thema „jetzt eigentlich noch nicht öffentlichmachen“ wollte.

Nach zehn Jahren im Ortschef-Sessel wird Plessl diesen Ende Jänner an seinen Nachfolger übergeben, um sich künftig verstärkt auf sein Nationalratsmandat und die Arbeit in der Region zu konzentrieren.

Das Ganze macht durchaus Sinn: Im Gegensatz zur ÖVP, die die Termine im Bezirk entweder mit Nationalrat Hermann Schultes oder Landtagsabgeordnetem René Lobner besetzen kann, ist die rote Personaldecke an hohen Polit-Funktionären ziemlich dünn. SP-Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner ist nämlich in ganz NÖ unterwegs und kann nur bedingt im Bezirk auftreten. Somit ist es logisch und nachvollziehbar, dass sich Plessl von seinem Fulltime-Job als Bürgermeister freispielt.