Prottes

Erstellt am 24. August 2016, 02:54

von Thomas Schindler

Eine starke Persönlichkeit. Thomas Schindler über das Leben und Wirken der Protteser Bürgermeisterin.

Der Tod von Christa Eichinger geht nicht nur ihren ÖVP-Parteifreunden nahe, sondern auch vielen, die aus ganz anderen politischen Lagern kommen. Kein Wunder – sie hatte es zeit ihres Lebens verstanden, sich parteipolitisch nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Den roten Erzfeind gab es für sie nie.

Ganz im Gegenteil: Im eigenen Gemeinderat ließ Eichinger die Genossen immer „mitleben“. Auch privat hatte sie diesbezüglich keine Berührungsängste.

Mit der ehemaligen Gänserndorfer SP-Bürgermeisterin Annemarie Burghardt zum Beispiel verband sie sogar eine enge Freundschaft. Die beiden Grandes Dames fuhren regelmäßig gemeinsam auf Urlaub.

Eichinger war eine starke Persönlichkeit, die gegen ihre Krankheit bis zum Schluss und mit vollem Optimismus ankämpfte. Sie galt auch immer als pflichtbewusst. Ihr Handy hatte sie sogar in der Nacht neben sich liegen, um im Notfall für ihre Gemeinde erreichbar zu sein.

Den Kindergarten-Neubau und die Hauptplatz-Umgestaltung – ihre letzten beiden Ziele vor dem geplanten Rücktritt – hat sie nicht mehr erlebt.