Erstellt am 10. August 2016, 05:00

von Thomas Schindler

Kein Freibrief für Falschparker. Thomas Schindler über das Problem mit privaten Behinderten-Parkplätzen.

Behinderten-Parkplätze sind – wie der Name schon sagt – ausschließlich für Fahrzeuglenker mit besonderen körperlichen Bedürfnissen vorgesehen, also für gebrechliche bzw. an den Rollstuhl angewiesene Mitbürger – aber keinesfalls für junge, sportliche Autolenker, die einfach zu bequem sind, ein paar Schritte mehr zu Fuß zum Geschäft zu gehen.

In Gänserndorf nehmen es manche mit den Regeln für die Benutzung der Behinderten-Parkplätze nicht so genau. Vor Ämtern – sprich auf öffentlichem Gut – werden diese noch eingehalten, weil dort Anzeigen von Polizei oder Bezirkshauptmannschaft drohen. Bei Behinderten-Parkplätzen auf Privatgrundstücken, wie sie vor Einkaufszentren üblich sind, darf die Behörde hingegen nicht gegen Falschparker vorgehen.

Und diese Regelung gehört rasch geändert. Es kann nicht sein, dass faule Fahrzeuglenker auf einem Privatgelände einen Freibrief fürs Falschparken erhalten. Es muss künftig nicht nur moralisch verwerflich sein, wenn Gesunde Behinderten die Parkplätze wegnehmen, sondern auch rechtlich verboten.