Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:02

von Thomas Schindler

Langsam aber sicher wird es eng. Thomas Schindler über die Befürchtung, dass Flüchtlinge künftig in Marchegg herumirren.

Ein behördeninternes Schreiben sowie ein Informationsblatt für Asylwerber – beides vom Innenministerium verfasst – sorgen derzeit in Marchegg und Umgebung für Aufregung:

Diese besagen nämlich, dass es mittlerweile keine freien Plätze mehr in Bundeseinrichtungen gibt, weil die Länder zu wenig Quartiere stellen. Im Klartext bedeutet das: Asylwerber, die zur Datenerfassung nach Marchegg gebracht werden, müssen sich anschließend selbst nach einer Bleibe umsehen und zur Verfügung halten, bis sie in die Landesbetreuung weitergegeben werden.

Wer ein bisschen Geld hat, wird vermutlich den Zug nach Gänserndorf oder Wien nehmen, um dort sein Glück zu versuchen. Wer sich wiederum kein Ticket leisten kann, wird schließlich in Marchegg bleiben und notfalls auf einer Parkbank übernachten. Langsam aber sicher wird es nun eng: Der Winter naht und es darf nicht sein, dass Menschen dann auf der Straße leben müssen.

Jetzt sind alle aufgerufen, Quartiere für unversorgte Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen: Privatpersonen, Firmen, Vereine, Ämter und Pfarren.