Erstellt am 24. August 2016, 03:01

von David Aichinger

Nur nicht die Nerven verlieren. David Aichinger über die nervöse Situation beim SC Mannsdorf.

Ob Trainerteam, Mannschaft, alte Wegbegleiter oder Vorstand – sie alle verließen Stadlau am Freitag mit bedrückten Gesichtern. Drei Nieten zum Start hatte in Mannsdorf keiner erwartet.

Dementsprechend schwer fällt es allen auch, Antworten auf die viel diskutierten Fragen zu finden. Ist die Mannschaft nicht stark genug? Sind wirklich die wichtigsten Spieler verletzt? Tun die vielen Auswärtsspiele so weh? Ist auch Pech dabei?

Unweigerlich wurde da auch über den Trainer gesprochen. Das hat sich im so kurzlebig gewordenen Fußball eingebürgert und ist nach der dritten Pleite, die noch dazu mit einer schwachen Leistung verbunden war, auch nicht verwerflich.

Wirklich Druck aufzubauen, und am Freitag vor der Friedhofstribüne vielleicht gar schon den Coach zu „begraben“, ist dennoch entbehrlich. Vor wenigen Wochen wurde Prehsel nach dem Titel und der Cup-Sensation gegen Innsbruck noch als Messias gefeiert.

Ein solcher ist er ebenso wenig, als dass er – samt seiner Mannschaft – so schlecht wäre, wie es aktuell aussieht. Drei kurze Fakten: 25 Runden sind noch offen, davon 14 zu Hause. Abwehrchef Prettenthaler war noch kein einziges Spiel dabei. Und die Abstiegssituation ist durch das fehlende 16. Team ohnehin etwas entschärft.

Ja, der Saisonstart war schlecht. Prehsel hat sich aber ohne jeden Zweifel den Versuch verdient, ihn zu korrigieren.