Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Thomas Schindler

„Rot“ sieht derzeit nur einer. Thomas Schindler über den bisher einseitigen Wahlkampf in Engelhartstetten.

Während der Wiener Wahlkampf ganz auf ein Duell zwischen Rot und Blau zugeschnitten war, rittern in Engelhartstetten Schwarz und Rot um den ersten Platz. Im Gegensatz zur Bundeshauptstadt, wo die ÖVP nur eine Nebenrolle spielte, könnte in der Marchfeld-Gemeinde die FPÖ das Zünglein an der Waage sein.

Obwohl: Man weiß zwar, dass die Blauen in Engelhartstetten antreten wollen, das Wählerpotenzial lässt sich aber nicht abschätzen. Fest steht nicht einmal, wer für die Freiheitlichen in den Wahlkampfring steigen wird. Dort warten schon die Sozialdemokraten rund um Ex-SP-Bürgermeister Andreas Zabadal, der darauf brennt, sein Amt zurückzuerobern.

Im Gegensatz zu ihm, der schon seit der Mandatsniederlegung der roten Genossen wahlkämpft, befindet sich die Volkspartei mit Spitzenkandidat und „Titelverteidiger“ Josef Reiter noch in der Warteposition. Ebenso die „Liste Barnet“, die sich am phlegmatischsten von allen zeigt.

Wer schlussendlich den Sieg feiern wird, weiß man erst am 24. Jänner. Bis dahin werden aber sicherlich noch einige Tiefschläge kommen.